FANDOM


FSG 12

MAGIE

DESBearbeiten

STERNSBearbeiten

ICH MÖCHTE MICH AN DIESER STELLE HERZLICH BEI: HARRY GRANGER, EINEM WIKIANUTZER UND ALLEN ANDEREN, DIE IN DIESEM WIKI ARBEITEN, BEDANKEN, DASS SIE DIESES WIKI SO TATKRÄFTIG UNTERSTÜTZEN. EINEN GANZ BESONDEREN DANK MÖCHTE ICH MEINEM BRUDER GEBEN, DER MICH ÜBERHAUPT ERST ZU DIESER IDEE BEWEGT HAT.


FÜR HARRY GRANGER

EINEN WIKIANUTZER

ALLEN ANDEREN WIKIA-BEARBEITERN

UND MEINEN BRUDER


führen wir gegen tiere krieg,so führen wir auch gegen unseren planeten und uns

selbst krkieg.

nina zu elena,kapitel 7


GLOSSARBearbeiten

JUWELURA - ein Buch. In ihm ist die Entstehung der Drachen, das Alphabet der Edelsteine und die einzige Anleitung für den Kugelzauber. Es enthält auch den Spruch, den man benötigt, wenn man auf Maladra will.

KUGELZAUBER - eine Magieart. Man erschafft eine Kugel aus Wasserpartikeln und Luftpartikeln und sagt ihr die Nachricht, die zu einem Ort gebracht werden soll.

EDELSTEINALPHABET - ein Alphabet, das für Elfen als große Bedeutung steht, wurde erstmals von der Elfe Falara erwähnt und ins Buch Juwelura geschrieben, wird von Elfen für Botschaften verwendet, stammt aus der alten, längst vergesssenen Sprache Lurari.

LULARI - alte Sprache der Elfen. In ihr kommt das Edelsteinalphabet vor.

MALADRA - Planet, auf dem die Elfen, Drachen und magischen Wesen leben.

FALARA - die erste Elfe des Gebirgsvolks, hat das Buch Juwelura geschrieben.

VULTURA - die einzige Nachtelfe, ist wütend auf Falara und alle Lebewesen des Planeten Maladra.

SICHTANTIZAUBER - mit Hilfe von Luftpartikeln und Lichtpartikeln sowie Dunkelheitpartikeln unsichbar werden. Wird meistens von dem Gebirgsvolk ausgeführt.

FAM. MERI - Familie Meri. Wurde vor vielen Jahrzenten von dem Planeten Maladra verjagt, weil sie die Existenz von Elfen gegenüber den Menschen nicht geheim gehalten hatten. Nur ein Mitglied der Meri-Familie mit Elfengenen kann Maladra retten.

ELENA - Hauptperson. Mitglied der Familie Meri. Beherrscht seit ihrer Geburt Luftmagie, weil sie Elfengene in sich trägt.

BULDA - magische Dimenson, in der unter anderen auch Maladra ist. Durch ein Zeitloch gelangt man in die Dimenson der Menschen.

Viktoria - Magierin der GebirgsmenschenBearbeiten

Tobino - Anführer der GebirgsmenschenBearbeiten

1. Kapitel: Entdeckung auf dem DachbodenBearbeiten

Elena, kommst du endlich? ruft meine Mutter die Treppe hoch. Ich komm ja schon, rufe ich zurück und schnapp mir noch schnell das Buch, das auf meinem Bett liegt. Ich liebe Bücher über alles, vor allem Bücher über Tiere und Magie. Ich rutsche auf dem Treppengeländer hinunter in den ersten Stock und spurte in die Küche. Der Vater und die Mutter hocken schon am Tisch. Mein Bruder Marc stopft sich mit Essen voll, meine Schwester Sarah chokt mit wütend funkelnden Augen am Tisch. Ich setze mich. Was ist hier los? frag ich Mutter. Du weißt sicher, was los ist, schreit Marc dazwischen. Marc, sei still! schimpft mein Vater und sieht mich an. Ich sehe ihn verständnislos an. Die beiden streiten sich, wer wohl Marcs Drachen versteckt hat, erklärt er mir und wendet sich wieder seinem Essen zu. Ich verdrehe die Augen. Das ist ja wieder mal normal. Ich schöpfe Reis auf meinen Teller.ich hab ihn sicher nicht versteckt, ruft jetzt wieder Sarah und steht auf. "Sicher!" schreit nun Marc und rennt hinter Sarah her, aus der Küche. Ich stehe auf. Die beiden können einem wirklich den Appetit verderben, denke ich und steige die Treppe hinauf. In meinem Zimmer hock ich mich auf's Bett und schlag das Buch auf. Es ist ein Buch über Katzen. Katzen, die fliegen können und unsichtbar werden können. Die Katzen sehen aber nicht wie normale Katzen aus, eher wie Elfenkatzen. Die Tür wird aufgestoßen. Marc steht im Türrahmen. Was willst du? frag ich. Er zuckt die Schultern. "Mir ist langweilig", sagt er und marschiert einfach in mein Zimmer. Eigentlich mag ich meinen Bruder ja, aber an manchen Tagen, wenn er mit Sarah streitet, ist er unerträglich. Ich klapp das Buch zu und steh auf. Wenn mein Bruder im Zimmer ist, hat man nämlich nie seine Ruhe. Ich geh aus meinem Zimmer, zum Ende des hellgelb angestrichenen Gangs. Dort steht eine alte Leiter, ganz aus Holz. Ich steig die Leiter hinauf und werfe zur Sicherheit noch einen Blick nach hinten, dass Marc mir ja nicht folgt und stoss die Klappe auf. Schnell schlüpf ich hindurch und schliesse die Klappe.

Man kann sie eben nicht verriegeln, darum mus ich schnell ein Versteck finden. Marc traut sich zwar nicht hoch, was für einen Zehnjährigen ja mehr oder weniger normal ist, doch Sarah, Mutter und Vater getrauen sich sehr wohl hier hoch und wenn Marc es ihnen sagt, dauert es nicht lang und ich hab keine Ruhe mehr. Meine Augen brauchen ein paar Sekunden, bis sie sich an das Zwielicht gewöhnen, weil nur durch ein kleines fenster Licht sickert. Ich sehe mich um. Ich bin zwar heute erst das zweite Mal hier oben, doch immer noch hat sich nichts geändert. Die alten Möbel, die Stühle, die Kartons und der boden, der wie alle anderen Sachen hier oben mit einer mindestens einen Zentimeter dicken Staubschicht belegt sind. Ich entdecke einen Karton, der mindestens einen Meter breit und einen Meter groß ist und ganz in einer Ecke steht. Ich lauf schnell zum Karton und mach den Deckel auf. Ich kann wegen dem schwachen Licht nicht erkennen, ob etwas drin ist, doch das finde ich ja eh heraus, wenn ich reinsteige, denke ich mir. Ich schließe den Deckel wieder und hock mich hin. Es ist nicht gerade eine sehr bequemliche Lage. Ich rutsche hin und her, um eine bequeme Lage zu finden. Als ich schlussendlich halb liegend, halb sitzend mein Buch aus der Hand lege, bemerke ich plötzlich etwas Hartes unter meiner Hand. Ich ziehe es hervor, da es aber stockfinster ist. kann ich nur erraten was es ist. Es ist hart und viereckig. Wahrscheinlich ein Schulheft von Mama oder Papa, denke ich mir, doch dafür ist es irgendwie zu fest und vor allem zu dick. Ich fahr mit der Hand weiter über das vermeintliche Schulheft. Zuoberst des Umschlags sind Vertiefungen zu spüren. Ich stoße den Kartondeckel auf. Im trüben Licht erkenne ich nun den Gegenstand besser. Es ist kein Schulheft, sondern ein Buch, ein sehr dickes Buch. Es ist ganz aus dunkelblauem Samt. Das Titelbild besteht aus fünf verschiedenen Elfen. Im Hintergrund ist auch so eine Katze wie auf ihrem Buch. Oberhalb des Titelbilds steht: Juwelura. Das Wort ist ganz in Gold geschrieben.

Ganz nach meinem Geschmack, flüstere ich und ich gleite wieder in den Karton, doch mit offenem Deckel, da ich sonst nicht lesen kann. Mit zitternden Händen klapp ich das Buch auf. Das Buch strahlt eine Weisheit aus, aber zugleich auch irgendwie etwas, das niemand wissen darf und das verunsichert mich. Ich entspanne mich aber ein bisschen, da beim Aufschlagen des Buches nichts passiert. Wahrscheinlich dachte ich, das Haus stürzt ein oder ein Zwerg beschimpft mich. Zum Glück passiert das nicht. Schon die erste Seite gefällt mir:

Lange Zeit herrscht Licht,

doch Dunkelheit kommt mit der Nacht,

nur ein Mädchen mit Elfenkraft,

bändigt Dunkelheit und Macht,

doch wird sie versagen,

wird es niemand wagen,

der Dunkelheit zu widersprechen

und das Licht wird für immer verschwinden.

Ist wohl eine Prophezeihung, bemerke ich halb laut zu mir und blättere weiter. Die nächste Seite hat einen Titel. Es heißt: Maladra.

Er ist wunderschön, von Regenwald übersät, dazwischen sind Bergketten, Flüsse, Seen und Steppen. Ein Paradies für magische Geschöpfe, Elfen, Drachen, Tiere, die man auf der Erde nicht kennt, und Pflanzen, die man auf der Erde nicht kennt, und Einhörner. Sie alle leben auf diesem Planeten. Er hat auch einen Mond, der Cristalo heißt und vollständig mit Eisflächen, Flüssen und Wasserfällen durchzogen ist, keine Pflanzen, nur zwei Tierarten und eine Elfenart. Er kreist mit zwei weiteren planeten, die Desert und Flora heißen, in der magischen Dimenson Bulda. Durch den Spruch: Mein Herz gehört dir, Maladra, doch meine Seele zur Erde, gelangt man zum Planeten Maladra.

Wow, ich bin baff. Ich höre, wie jemand die Holzleiter hoch geht. Ich sehe mich um, aber ein besseres Versteck gibt es nicht. Ich sehe in's Buch. Ich bin ja von allen guten Geistern verlassen, murmel ich. Ich sehe nochmals ins Buch. Langsam und flüsternd sag ich die Worte, die mich angeblich zu Maladra bringen. Mein Herz gehört dir, Maladra, doch meine Seele zur Erde. Ich verdrehe die Augen. Ich bin 14! und glaub immer noch an diese Sachen. Doch während ich sehe, wie die Klappe vom Dachboden sich öffnet, höre ich einen Knall.

2. Kapitel: Elfen des NordensBearbeiten

Um mich herrscht Dunkelheit, doch nicht die Dunkelheit der Nacht oder eines Schattens, sondern die Dunkelheit, bei der man das Gefühl hat, dass es so dunkel ist, dass man nicht mal die Dunkelheit sieht. Ich falle unablässig durch diese Dunkelheit. Vor mir wird es heller. Ich falle am Licht vorbei und sehe, dass dort ein Engel steht, genauso, wie man sich einen Engel eben vorstellt. Er hält eine Katze auf dem Arm. Die Katze, die auf den beiden Büchern auch drauf ist. Die Katze sieht mich nur an. Ihr gelbes Fell mit den silbernen Tupfen leuchtet, als würde in ihr ein Stern brennen. Die hellblauen Flügel fangen ohne Vorwarnung an, sich zu bewegen. Die Katze fliegt vom Arm des Engels und fliegt auf meine Schulter. Ich merke nur schwach, als wäre ich gar nicht hier, dass mein ganzer Körper kribbelt, als wäre ich in einen Ameisenhaufen gefallen. Ich sehe sie so gebannt an, dass ich vergesse, das ich falle. Erst als sich die katze nach unten fallen lässt in das gleißende Licht, dass von unten auf mich zurast, wird mir mein Fallen wieder bewusst. Ich sehe, dass um mich immer noch die Engel stehen. Wenn ich an ihnen vorbei bin, reißen sie die Arme hoch und das schwarze Nichts über mir verwandelt sich in nichts, in etwas, dass keine Farbe hat, nicht in weiss oder schwarz, es wird einfach unsichtbar. Dann falle ich durch das gleißende Licht und kneif instinktv die Augen zusammen, um nicht noch blind zu werden. Dann wirt es wieder dünkler und als ich die Augen öffne, bin ich nicht mehr auf dem Dachboden. Ich weiss nicht, was ich mir während des Falls gedacht habe, wegen des Dachbodens, wegen des Buches und vor allem, wie ich heil am Boden ankommen sollte, aber ich bin heil am Boden, ohne dass ich etwas gebrochen habe. Ich steh auf, aber vorsichtig, denn vor meinen Füßen fällt das Land sicher mehrere hundert Meter in die Tiefe. Aber ich sehe keine schroffen Felsen, sondern Regenwald. Erst jetzt dämmert mir, das der Spruch gewirkt hat und ich auf dem Planeten Maladra bin. Hey, du! Wer bist du? ertönt eine leicht schroffe Stimme hinter mir. Ich drehe mich erschrocken um. Ein männlicher Elf steht ein paar Meter weit mir gegenüber. Er hat einen Rock (ich weiss aus einem Buch, dass Röcke von Elfen immer von der Hüfte bis minfestens bis zu den Knien reichen, den Rest, der den Oberkörper bedeckt, nennt man einfach Kleid), der hellviolett ist und auf der linken Seite und auf der rechten Seite einen grünen Streifen hat. Das Kleid ist auch hellviolett, fast weiss. Sein Kleid hat keine Ärmel. Die weibliche Elfe, die neben ihm steht, sieht gleich aus, nur dass ihre braunen Haare zu einem einzigen großen Zopf geflochten sind. Beide haben flache dünne weiße Flügel, die mit grauen, fast schwarzen Streifen durchlaufen sind. Du gehörst nicht zu dem Gebirgsvolk, obwohl du die gleichen Sachen trägst, bemerkt er. Ich sehe an mir herunter. Er hat Recht. Ich sehe genauso aus wie das Mädchen, nur mit einem blonden Zopf. Wie lang musst du dich noch anstarren? fragt der Bub schroff und reißt mich so aus meiner Starre. Ich.....ich, stammel ich und schüttel den Kopf. Ich bin Stella und das ist mein Bruder Heaven, wir kommen beide aus dem Gebirgsvolk, besser bekannt als Steinsammlerclan, Yuha oder Elfen des Nordens, erklärt das Mädchen, dass angeblich Stella heisst. Ich vermute, dass Stella die Situation retten wollte. Woher kommst du denn? fragt jetzt Heaven. Ich, ich komme von der Erde, stammel ich wieder. Das Gesicht von Heaven hellt sich auf. Endlich! Wir warten schon lange auf jemanden, komm, wir bringen dich in unser Lager, sagt er und er und Stella eilen davon. Ich renne hinter ihnen her. Wir halb rennen durch eine Wiese, die man beser mit einer kleinen Grassteppe vergleicht. Ich erfahre, dass wir hier in einem Tal des Oulaia-Mountains sind und in diesem Tal ist das Lager des Gebirgsvolks. Sie bleiben stehen und ich brauche eine Weile, bis mir klar wird, dass diese Höhlen ihr Lager sind. Wie in der Steinzeit, denke ich, während ich den beiden ins Lager folge. Drinnen laufen wir durch einen Tunnel, bis wir zu einer Weitung kommen, in der lauter Elfen sind. Ein großer Elf, mit der gleichen Kleidung wie Heaven, kommt uns eilig entgegen. Wen habt ihr denn mitgebracht? fragt er und sieht mich an, als wäre ich verrückt. Das ist..., erklärt Heaven, er sieht mich ratlos an. Elena, sag ich. Heaven nickt. Das ist Elena und sie kommt von der Erde. Über das Gesicht des erwachsenen Elfs huscht ein Lächeln. Schön, das endlich jemand kommt. Ich bin Tobino, der Anführer dieses Clans. Die beiden sind Drachenreiter. Ich nicke, obwohl ich keine Ahnung hab, was das sein soll. Tobino dreht sich zum gehen. Ich muss weg, etwas regeln, erklärt er, als wäre das eine Entschuldigung für sein plötzliches Verschwinden. Stella nimmt meine Hand und führt mich in eine Nebenhöhle. Ich erklär und zeig ihr alles, ruft sie über die Schulter Heaven zu. Also, sagt sie, als wir uns auf einen Stein gesetzt haben. Anführer sind Anführer, Steinsammler bauen neue Wohnhöhlen und bergen Kristalle, die wie Muscheln und Perlen zu unserer Währung gehören. Drachenreiter reiten Drachen und kämpfen auf ihnen. Kinder sind Kinder. Babys sind Babys. Heranwachsende erlernen ihren neuen Rang, bei euch heißt das, glaub ich, Schüler. Magier beherrschen Magie und erleichtern so alltägliche Dinge, erhalten Nachrichten, heilen, kämpfen im Kampf mit Hilfe von Magie und weiteres. Wächter bewachen Lager und Umgebung. Jäger jagen Tiere, also Fische und Insekten und verfolgen Tierherden. Sammler sammeln Nüsse, Früchte, Beeren, Samen, Wasser, Blätter und Honig, hauptsächlich zum essen und trinken. Boten bringen Nachrichten zu Wächtern oder anderen Völkern zum Beispiel. Mehr Ränge gibt es eigentlich nicht. Doch, das Küstenvolk hat noch Perlensammler, obwohl das eher eine Unterart der Sammler ist. Nur ein Drachenreiter kann übrigens Anführer werden. Das Waldvolk kann gut klettern und sich verstecken, wird auch Tiapri genannt. Das Küstenvolk wird auch Kaguju genannt und kann gut tauchen, schwimmen und so. Das Eisvolk, die Iza, können gut auf Eis laufen und leben auf dem Mond Cristalo. Das Reitervolk hat ihr Lager aus Felltipis gemacht. So, jetzt weisst du alles Wichtige, schlaf gut, sagt sie und zeigt auf eine Kuhle, die mit Blättern und Moos ausgelegt ist. Ich lege mich hinein und sie verschwindet.

3. Kapitel: Das Problem des EisvolksBearbeiten

Hey, steh auf, Tobino sagt gleich eine Nachricht. Jemand schüttelt mich. Was, sag ich verschlafen und blinzel verwirrt in das Gesicht von Heaven. Los komm, Toblino wartet, sagt er ungeduldig und zieht mich hoch. Soll ich etwa so zu der Rede von Tobino, die mich nicht mal eine Ameisengröße interessiert? Ich zeig auf mich und mein Haar, in dem Blätter verankert sind wie ein einem Baum. Er macht eine beeilende Bewegung. Beeil dich, wenn's sein muss. Es muss, beharre ich und fang an, die Blätter herauszuzupfen. Was will Tobino eigentlich sagen? Ich zerre ein Blatt heraus und sehe Heaven fragend an. Was wohl, er will etwas Wichtiges sagen, dass er mithilfe von Windmagie, Kugelzauber oder dem Markt des Waldvolks herausgefunden hat. Ich bin gerade damit fertig, meine Haare zu ordnen (ich bin ja kein Mädchen, das viel auf Schönheit achtet, aber mit Blättern im Haar kann ich wirklich nicht herum laufen), da zieht er mich auch schon aus der Nebenhöhle zur Haupthöhle, in deren Mitte sich ein Haufen Elfen versammeln und froh mit einander plaudern. Die wurden anscheinend nicht aus dem Schlaf gerissen. Ich danke euch, dass ihr so früh am Morgen erscheint, begrüßt Tobino seine Zuhörer. Ich sehe durch den Tunnel, der nach draußen führt. Draußen ist wirklich die Sonne erst zur Hälfte über dem Horizont. Wie dem auch sei, fährt Tobino fort, muss ich euch leider mitteilen, dass die Iza, die ja eh nur Wasser-Sternenstaub, Eis-Sternenstaub und Licht-Sternenstaub haben, jetzt gar keinen Sternenstaub mehr haben. Ein Raunen färt durch die Menge von Elfen und ein paar Schreie ertönen. Ich frag mich, was das ist, Sternenstaub. Das klingt für mich wie Staub von Sternen. Jedenfals, erklärt Toblino weiter, werden die Izas ins Yuha Gebiet reisen und hier wohnen, bis sie wieder Sternenstaub haben. Fals sie überhaupt je wieder Sternenstaub haben! ruft ein Elf wütend zu Toblino. Er hebt beschwichtigend die Hand. Wir werden sehen. Der Herr des Schicksals wird mit dem Wächter der Elemente entscheiden und mir Bescheid geben. Sicher, mault Heaven neben mir. in ein paar tausend Jahren. Ich denke, dass ihr Tausende Jahre alt werden könnt, denke ich nur in Gedanken. Stella dreht sich mir zu, als hätte sie meine Gedanken gelesen und lächelt mich verständnisvoll an. Ich merke, dass ich wahrscheinlich die Magie von diesem Planeten nie verstehen würde, zumindest nicht ganz. Damit wäre alles gesagt, geht zu euren Arbeiten, Elena, du kannst mit Stella und Heaven mitgehen. In dem Moment hasse ich Toblino, dass er sagt, mit wem ich gehen soll. Nicht, dass ich Stella oder Heaven nicht gern hab, naja, zumindest Stella hab ich gern. Es ist nur so, dass jetzt alle anderen wissen, wo ich bin. Die Elfenmenge löst sich langsam auf und verteilt sich zu ihren Aufgaben. Viele gehen durch den Tunnel nach draußen. Stella stößt mich an. Willst du hier Wurzeln schlagen oder mitkommen, mit mir und Heaven? Gar nicht, du nimmst sie. Ich mach meine Aufgabe allein, sagt Heaven und geht Richtung Tunnel nach draußen. Stella seht Heaven verdutzt hinterher. Mach dir nichts draus, er ist zu allen so unfreundlich, sagt sie zu mir gewandt und schreitet auch den Tunnel entlang. Ja, sag ich und folg ihr hinterher. Ich frag mich, was Toblino mit Sternenstaub meint? sag ich zu Stella, als wir draußen über die Grassteppe gehen. Sternenstaub sind partikel in der luft, Magier können sie sehen, ein paar normale Elfen auch, aber Elfen haben ja nur ihre  Geburtsmagie als Magie, während Zauberer oder Magier, sind beide gleich, nur andere Bezeichnungen, alle Magiearten beherrschen. Es gibt Feuer-, Luft-, Wasser-, Erd-, Dunkelheit-, Licht-, Eis- und Pflanzensternenstaub. Ich nicke nur, als sie von einem Schnaufen unterbrochen wird.

Wir stehen vor einem Drachen. Einem Drachen, der wie die anderen neben ihm, auf die zum Teil sich schon Elfen schwingen und abheben, aussieht wie aus Nebel, aber wohl fest genug ist, um Elfen zu tragen. Komm, sagt Stella und hilft mir auf den Drachen.

4. Kapitel: Der tote RegenwaldBearbeiten

Der Wind rauscht mir um die Ohren. Seit fünf Minuten fliegen wir schon und die Landschaft, die zuerst bei der Grassteppe beginnt, um dann dem Regenwald Platz zu machen, besteht jezt nur noch aus einem Ozean. Ich sehe zwar den Horizont, doch das Meer erscheint mir trotzdem weiter, als es wahrscheinlich ist. Wieso fliegen wir eigentlich auf diesem Drachen? frag ich Stella, die vor mir sitzt und ohne Zaumzeug, wie man denken würde, den Drachen fliegt. Erstmal, dieser Drache heißt Nebela. Wir fliegen herum, weil das nunmal Drachenreiter tun. Wächter bewachen ja nur ihren Sichtkorridor, darum müssen die Drachenkrieger den Rest des Gebiets absichern, zumindest, wenn die Zeichen nicht auf Krieg stehen, erklärt mir Stella. Ach so, mein Blick bleibt am Meer hängen, das unter mir vorbei zischt. Drei Minuten lang bleiben wir beide still. Achtung, wir landen! unterbricht Stellas Stimme die Stille. Ich sehe nach unten. Unter uns erstreckt sich wieder Regenwald bis zum Horizont, sodass es aussieht, als würden wir über einen grünen Ozean fliegen. Die Sonne steht in der Mitte des Himmels. Erst jezt merke ich, das ich heiß bin, da ich schon so lange an der prallen Sonne war. Landen wir etwa zumzt im Regenwald? frag ich. Ja, ist aber immer noch unser Gebiet. Ich nicke das zweite Mal an diesm Tag. Beherrschst du eigentlich auch eine Magie, so wie die Magier? Ja, aber nur eine, nicht alle, sagt sie und Nebela neigt sich jetzt schneller nach unten. Ja, ich beherrsche die Wassermagie. Ich kann etwas mit Luft anstellen, sag ich. Stella lächelt. Ich hab mir schon gedacht, dass du eine Magie beherrschst. Aha, mach ich, aber wieso, weiß ich nicht. Ich sehe wieder nach unten. Vorher, als ich runtergeschaut habe, sah ja alles noch frisch grün aus wie auf der anderen Seite vom Ozean, doch jetzt, wo wir weiter unten sind, sieht nichts mehr frisch grün aus,sondern alles ist ausgetrocknet mit der Farbe eines schmutzigen Dunkelgrüns. Heiliger Schicksalsengel, ruft Stella aus. Ich muss trotz des komischen Anblicks lachen. Dieser Ausruf ist echt komisch. Was ist denn hier bloß passiert, frag ich. Ich glaub, wir müssen mal runter, auf den boden und nachschauen, meint sie und Nebela schwebt langsam durch das dichte Blätterdach, dem Boden zu. Ich sehe nichts außer schmuzige, dunkelgrüne, vertrocknete Blätter. Stella schweigt, es ist aber nicht das Schweigen des Nachdenkens, sondern das furchtbare Schweigen.

Als wir am Boden landen, sieht es nicht besser aus. Der ganze Boden besitzt keine Pflanze mehr, sondern besteht nur noch aus schwarzer Erde, als hätte jemand am Boden alle Pflanzen verbrannt und alle Bäume und Kletterpflanzen durch den giftigen Rauch absterben und vertrocknen lassen. Stellas Stirn wellt sich. Sie denkt nach, glaub ich. Komm, wir sehen mal nach, ob wir die Ursache für dieses Problem finden, ich hab da schon eine furchtbare Vermutung. Nebela, du bleibst da, ich ruf dich, wenn wir Hilfe brauchen. Nebela nickt mit dem Kopf. Stella läuft los, ich hinter ihr her. Hast du eine Ahnung, wohin wir gehen?, frag ich sie. Jein. Wir laufen durch diese öde Landschaft, die einmal Regenwald war und wissen nicht wohin, werden uns verlaufen.....ich kann ja Nebela rufen, beschwichtigt mich Stella, auch wenn ihr das nicht gelingt. Ich weiß, ich sollte nicht gerade anfangen zu meckern, da wir ja Nebela noch lange sehen können, aber in solchen Situationen hab ich einfach keine Nerven mehr übrig, um den Durchblick zu behalten. Während wir ohne ein Wort zu sagen durch diesen verwüsteten Landstrich Regenwald wandern, fang ich mich an zu fragen, was das wohl ist, das den Regenwald zerstört hat. Vielleicht ein Elf ohne Clan, der aus Wut auf das Bergvolk ihr Gebiet abbrennen will. Aber das geht ja nicht, denn dann gäbe es ja hier keine Bäume mehr und Rauch fänden wir auch. Oder ein Tier, ein Phönix zum Beispiel, konnte nicht mehr fliegen und verbrannte darum nur den Boden. Oder eine ätzende Flüssigkeit, die aus dem Ozean kam, fließt den Boden entlang und vernichtete den Regenwald, was ich aber nicht hoffe. Stellas Husten unterbricht meine Gedanken. Um uns hat sich schwarzer dichter Rauch gebildet, Nebela sehen wir nicht mehr. Runter, zischt mir Stella leise zu und ich und sie gehen in die Hocke und kriechen so auf dem Boden vorwärts. Plötzlich sind wir vorne von Farnen und Moos umgeben. Hier muss das Lager meiner Befürchtung sein, stöhnt Stella. Ihr scheint der Rauch nicht gut zu bekommen.

Stella kriecht auf den Knien vorwärts und späht durch die Farnwedel. Sie schnappt nach Luft. Wir müssen die anderen warnen, flüstert sie mir zu. Ich kriech neben sie, weil es mich troz der bestehenden Gefahr neugierig macht. In einer Senke tummelt sich schwarzer Nebel. Das soll die Gefahr sein! Nebel? Ich konnte es nicht fassen. Er sieht vielleicht nicht grau, sondern schwarz aus, aber darum muss er ja nicht alles in seiner Umgebung vergiften. Das ist kein Nebel, flüstert Stella. Ich sehe genauer hin. Tatsächlich sehe ich jezt lauter schwarze Nebelflecken, schwarz wie Schatten, die sich einzeln bewegen. Jeder einzige Nebelfleck hat schmale, stechende Schlitzaugen, ohne Pupille, nur schmale stechende gelbe Schlitzaugen. Was sind das? "Shadows", antwortet Stella. "Shadows."

5. Kapitel: KrisensitzungBearbeiten

Wir schwingen uns auf Nebela. Beeil dich, Nebela, wir bleiben keine weitere Sekunde an diesem furchtbaren Ort, ruft Stella. Sie stößt sich mit ihren kräftigen Beinen ab und schon sind wir elf Meter über dem Boden. Während Nebela mit kraftvollen Flügelschlägen durch die Baumkronen bricht und hinaus über das Meer, das von der untergehenden Sonne in rotes Wasser verwandelt wird, fliegt, kreisen meine Gedanken um die Shadows. Es waren keine bösen Elfen, kein Phönix und auch keine ätzende Flüssigkeit aus dem Meer, es sind Shadows. Als wir die Shadows gesehen haben, waren wir in die Richtung gesprungen, in der Nebela war. Sie hat nicht gefragt, was los ist, das ist eigentlich auch gut so, ich wüsst eh nicht, was ich sagen soll. Ach weisst du, irgendwelche Wesen vergiften hier den Wald? Nein, sowas kann man doch einem Drachen nicht sagen. Ich sehe, wie Nebela schneller fliegt, als sie beim Hinflug zum toten Regenwald flog. Sie spürt es wohl auch, dass sich etwas Böses zusammen braut, denke ich, während ich mich im roten Wasser verliere. Erst als der Regenwald sich zwischen mich und den Ozean schiebt, lös ich mich von meiner Starre. Nebela fliegt immer noch mit gleicher Geschwindigkeit, Stella hockt immer noch in der gleichen Position: Arme hängen, ein Bein auf der rechten Seite, ein Bein auf der linken Seite und den Kopf geradeaus. Endlich, seufzt sie. Ich sehe wieso. Wir landen gleich im grasbewachsenen Tal der Bergmenschen. Ich sehe sogar schon die Wohnhöhlen. Mit einer überraschend weichen Landung, wenn man die Schnelligkeit des Flugs vergleicht. Stella und ich springen von Nebela. Sie ist gerade neben dem Eingang der Wohnhöhlen gelandet. Müssen wir sie nicht noch versorgen, sonst fliegt sie vielleicht davon, sag ich, als wir durch den Tunnel in die Wohnhöhlen laufen. Stella sieht mich an, als wäre ich verrückt geworden. Nebela fliegt doch nicht weg, sie schüttelt den Kopf. Mehrere Elfen laufen uns im Tunnel entgegen, alle mit der gleichen Kleidung, wie mir auffällt. Ist schon anders, wenn man bedenkt, dass bei uns auf der Erde auch nicht jedes Land immer das gleiche Kleid trägt, so dass alle gleich aussehen. "Viktoria, Toblino, kommt in den Versammlungsraum", ruft Stella. Sie geht zu einer gegenüberliegenden Höhle. Ich folge ihr mit der Erwartung, dass es anders aussieht als die anderen Höhlen, aber ich werde enttäuscht. Eine Kuhle aus Blättern und Moos zum Schlafen, eine Beige aus Zweigen zum Feuer entfachen und ein flacher Stein, der wohl als Tisch dient. Stella hockt sich auf den Boden neben dem Tisch. Ich setze mich neben sie. Was machen wir hier? Das wirst du gleich sehen. Toblino und eine Frau, die genauso aussieht wie Stella, folgt ihm. Was ist los, fragt Toblino, als er und die Frau sich um den Tisch setzen. Am Rand unseres Gebiets in der Nähe vom heiligen Fluss gibt es Shadows. Die Bäume sind vertrocknet und das Unterholz verbrannt. Wenn wir sie nicht aufhalten, werden sie langsam aber sicher den ganzen Planeten vernichten. Aus Toblinos und Viktorias Gesicht weicht jede Farbe. Shadows leben normalerweise nur auf dem Mond Cristaol, also muss jemand die Shadows hier hingebracht haben, meint Viktoria. Ja, aber wer? Niemand von den Elfen würde das tun, meint Toblino. Niemand von den Elfen in einem Clan, verbessert Stella Toblino. Du kennst doch die Prophezeihung und die böse Elfe Vulutra, die einzige Nachtelfe. Toblino nickt. Das kenn ich wohl, aber Vulutra wurde doch von den Schicksalsengeln auf ihrem Planeten eingesperrt. Sie konnte sich sicher befreien, als niemand da war oder nur Anfänger da waren, meint Stella. Zum Beispiel Seelenträger, sagt Viktoria. Ich sehe die drei Plaudertaschen nur verständnislos an. Ich hab euch ja gesagt, das schlimme Zeiten bevorstehen, darum sind wir auch so froh, dass endlich jemand von der Erde hier ist, sagt Toblino zu mir, Stella und Viktoria gewandt. Wir nicken, die beiden, weil sie es verstehen, ich, weil ich glaube, dass ich es verstehe. Die Prophezeihung nimmt seinen Lauf, sagt Toblino. Die Schicksalsengel wollten es so, doch jetzt, vom Anfang bis zum Schluss der Prophezeihung, hält kein Schicksalsengel unser Schicksal in den Händen, sondern du. Er zeigt auf mich.

Lange Zeit herrscht Licht,

Doch Dunkelheit kommt mit der Nacht,

nur ein mädchen mit Elfenkraft,

bändigt Dunkelheit und Macht,

doch wird sie versagen,

wird es niemand wagen,

der Dunkleheit zu widersprechen,

und das Licht wird für immer verschwinden.

spricht Toblino die Prophezeihung, die ich zu meiner Überraschung auch schon im Buch, das ich auf dem Dachboden gefunden habe und immer noch in meinem Rock steckt, gelesen habe. Na toll, erst bin ich ungewollt hier gelandet und jetzt soll ich wahrscheinlich jahrelang auf diesem Planeten sein, nur um der Ersatz ihrer Schicksalsengel zu sein, während meine Familie mich für tot erklärt, denke ich halb wütend, halb glücklich. Wo habt ihr eigentlich das Lager der Shadows gesehen? fragt Viktoria. In einer Senke, antwortet Stella. Das ist das neue Lager der Izas, dann sind wohl alle tot. Eine Weile herrscht bekümmerte Stille, dan sagt Toblino: Wir werden den Krisenstand ausrufen, ich werde es dem Rest des Clans sagen. Viktoria, du sagst es mithilfe der Windmagie den anderen Völkern, also auch den Izas. Viktoria, deine neue Schülerin wird Elena. Ich höre das wie durch Watte oder durch Wasser und sehe die beiden ungläubig an. Geht jetzt in eure Höhle, morgen werden es alle Elfen wissen, dann werden wir weiter sehen. Aber Viktoria wird vor deiner Höhle auf dich warten, am Morgen, damit ihr dann gerade zusammen mit dem Unterricht beginnen könnt, sagt Toblino. Viktoria und ich nicken.

6. Kapitel: Magieunterricht und ein AuftragBearbeiten

Nein, jammert Viktoria verzweifelt. Ich sehe sie genervt an. An allem. aber auch wirklich an allem setzt sie etwas aus, dabei mach ich es doch nicht maö so falsch. Nochmals, sagt sie, du kannst schon die weiße Magie und die Magie der Dunkelheit, doch jetzt sind wir bei der Elementmagie. Ich weiß, aber ich will doch nicht neun Elementmagien erlernen. Mir langt doch schon eine, Luftmagie. Ja schon, aber.., sie bricht ab. Am besten brechen wir den Unterricht ab und du gehst zu Toblino und fragst ihn, was du machen sollst. Ich nicke erfreut. Schnell spurte ich zu Toblino, der am Rand eines Weges, der aus dem Tal führt, steht. Er sieht mich fragend an. Na? Was soll ich machen, frag ich. Ich hab mit stella gestern noch gesprochen, sagt er, wir haben entschieden, dass du und sie zusammen die einzige Nachtelfe Vulutra finden und besiegen sollt. Du weißt ja schon etwas über sie von gestern. Ich nicke, aber in mir drinnen dreht sich mein Magen um nur allein bei der Vorstellung, diese böse Elfe zu suchen. Toblino hat wohl gemerkt, dass mir die Vorstellung nicht gefällt. Stella beherrscht ja  Wassermagie und du ja Luftmagie und jetzt auch noch andere. Ich müsste sie nicht bekämpfen, aber ihr müsst sie finden und dazu bringen, dass sie, Vultura, die Shadows verschwinden lässt und den Izas ihren Sternenstaub zurückgibt, weil wir jetzt glauben. das auch sie etwas damit zu tun hat. Wie auf ein geheimes Stichwort kommt Stella zu uns hinzu. Na? Können wir los? Ja, hast du alles dabei? Die Frage stammt von Toblino. Ja, Essen, Wasser, Bogen, den Anhänger Talaria, mich und Elena, zählt Stella auf. Gut, schmunzelt Toblino. Nehmt am besten Nebela nicht mit, damit seid ihr zu auffällig. Viktoria hat gestern, spät am Abend, auch noch mit Hilfe von Windmagie herausgefunden, wo Vulutra in etwa ist. Toblino macht eine kurze Pause. Anscheinend haben gestern alle noch etwas anderes getan als zu schlafen, bemerke ich im stillen, sag es aber nicht laut. Wo befindet sie sich? frage ich. Sie ist auf einer kleinen Regenwaldinsel beim Küstenvolkgebiet. Na toll, wir müssen drch fremdes Gebiet, Viktoria sieht nicht glücklich aus. Beruhig dich, bestimmt Toblino. Ihr werdet bis ans Ende unseres Gebietes gebracht, dort müsst ihr ja nur noch nach Süden laufen, weiter wissen wir auch nicht. Das Küstenvolkgebiet kennen wir ja nicht auswendig. Stella macht einen Schritt gegen den weg, der aus dem Tal führt. Gehen wir jetzt oder sollen wir noch bis in die Nacht hier rumstehen und diskutieren?

Lass uns gehen, sagt Toblino und übernimmt die Führung. Stella kommt nach ihm und ich am Schluss. Ich muss zugeben, dass ich mir das anders vorgestellt habe, aber etwas Schlimmeres als in ein fremdes Gebiet mit aggressiven Elfen zu gehen gibt es ja nicht. Wir laufen, also ich, Stella und Toblino, auf einem Weg, der zuerst aus dem Tal führt, dabei besteht er noch aus Erde, nackter Erde. Doch als wir dem Weg in den Regenwald folgen, besteht der Weg nicht nur aus nackter Erde, sondern auch aus Farnwedel, hinter denen immer wieder unerwartet Steine und Wurzeln auftauchen. Gerade hab ich vergessen, einen Farnwedel zu umrunden, da stolpere ich auch schon über eine Wurzel und falle auf Stella. Ich klammere mich fest an sie, aus reinem Instinkt, sie findet's aber nicht halb so lustig und  macht mich von ihr los. Toblino, der sich während dieses Vorfalls zu uns umgedreht hat, dreht sich nun wieder um und es geht normal weiter. Erst jetzt fällt mir auf, dass alle Flügel haben, sie aber nicht benutzen. Ich frag Stella danach. Weil eine Halbelfe, besser gesagt du, hier bist und die normal keine Flügel haben, fliegen wir aus Respekt vor ihnen nicht. Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Hier wären wir. Toblino zeigt nach vorn. Es sieht genau gleich aus wie im Yuha-Gebiet, darum hab ich keine Ahnung, wie er die Grenze unterscheiden kann. Stella und ich treten bis an die Grenze. Ich muss gehen, sonst bin ich dann zu lange weg und der Rest des Clans macht sich Sorgen, meint Toblino. Stella nickt. Okay, ich nicke auch. Toblino dreht sich um und verschwindet im Unterholz des Regenwaldes. Stella läuft wortlos tiefer ins neue Gebiet, ich folge ihr. Die Landschaft ist jetzt nicht mehr Regenwald, sondern eine kahle Felsenwüste. Überall liegen Felsbröcke, die zum Teil groß wie Häuser sind, in einigen sind sogar Nischen eingegraben. Der Boden besteht nur noch aus einem dunkelbraunem Gestein. Plötzlich bleibt Stella stehen. Ihre Stirn kräuselt sich. Sie zieht aus ihrer Tasche ein braunes Säckchen. An dem Säckchen ist eine goldene Schnur befestigt. Hier drin sind Essen, Wasser, Bogen und den anhänger Talaria. Ich nehme es zögernd an mich und verstaue es in meiner Tasche, in der auch schon das Buch ist. Stella schaut sich hektisch um. Das hier ist der Ort Kratersee, sie führt mich schnell zu einem Abhang, tief unter mir, etwa 3 km, befindet sich ein großer See. Um diesen See ist der Stein nicht mehr dunkelbraun, sondern schwarz wie die Nacht. Das ist er, der Kratersee. Sie nimmt einen Stein. Schade, dass es hier keinen Zweig gibt, murmelt sie sorgenvoll. Ich spüre, dass sie etwas beunruhigt. Hol den Anhänger heraus, weist sie mich an. Ich mach das Säckchen auf und hol einen Anhänger heraus. Er ist an einem feinen goldenen Faden aufgehängt. Eine Perle ist auf dem Faden aufgefädelt. Die Perle ist jetzt grün. Sie wechselt die Farben. Rot heißt, das es heiß ist. grün tropisch, gelb gemässigt und blau kalt. Wenn sie schwebt, kommt Gefahr. Du kannst sie nach etwas fragen und sie zeigt es dir. Sie kann dir auch den Weg zeigen, wenn du willst, und sie leuchtet im Dunkeln. Wieso gibst du mir das, frag ich überrascht. Vielleicht brauchst du es noch, sagt sie und schaut sich dabei um. Was suchst du? Ich wusste nicht, dass die Shadows so schnell wandern können, murmelt sie. Sie müssen schon ein riesiges Gebiet vernichtet haben, murmelt sie, anstatt auf meine Frage zu antworten. Ich nehme das aber trotzdem als Antwort. Wir brauchen einen guten Ort, um übernachten zu können, sag ich, um endlich von Stellas unheimlichem Gemurmel los zu kommen. Endlich hört sie auf. Klar, dort ist ein guter Platz. Sie zeigt zu einem Fels, in dem ein etwa mannsgroßes und zwei Meter tiefes Loch ist. Er steht nur einen Meter von uns entfernt, bin überrascht, das ich das nicht sebst entdeckt habe. Gibt Besseres, aber sicher besser als auf dem Boden zu schlafen. Stella  hüpft schon rein, ich komme ihr nach. Während ich ganz nach hinten rutsche, weil es in der Nacht sicher nicht warm wird, bleibt Stella vorne und schaut sich wachsam um.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki