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FSG 12 Hier schreib ich mal 30 Kurzgeschichten hin :D LG Eis

Die StraßenmusikantenBearbeiten

"Vielen Dank", sagte Peet mit seiner tiefen Stimme. Eine Frau, die ihm ein paar Cent hingeschmissen hatte, nickte kurz. "Wollen wir nicht mal vor das Einkaufszentrum gehen?", fragte Max, "hier läuft ja keine Menschenseele rum." Das stimmte, wir spielten bereits eine Stunde und bisher hatte nur ein Mann angehalten. Unsere Finger waren blau vor Kälte, da wir kein Geld für warme Handschuhe hatten. "Gut, packen wir unsere Sachen", sagte ich. Es interessierte mich nicht, wo wir bettelten, doch meine Hände und Gliedmaßen waren steif vor Kälte. Ich packte meine Gitarre in die Tasche und wir gingen vor das große Einkaufszentrum unter das beleuchtete Dach. Hier war deutlich mehr los als neben dem Marktplatz. Als wir alles wieder aufgebaut hatten und anfingen zu spielen, schmiss uns ein älterer, gut gekleideter Mann zwei Euro in den schwarzen Hut. Wir bedankten uns mit einem Lächeln, doch sein Blick fiel stumm auf das Pflaster. Als der Mann in der Dunkelheit verschwand, unterbrachen wir unser Spielen. Max nahm das Geld hastig mit einem Grinsen auf den Lippen aus dem Hut und steckte es in seine Jackentasche. Als wir wieder anfingen zu spielen, stand erneut ein gut gekleideter Mann vor uns. Dieser bat uns, den Platz vor dem Einkaufszentrum zu verlassen. Das war schon öfters vorgekommen, und dass wir wie Abschaum behandelt wurden auch. Da wir offensichtlich mit dem Chef des Kaufhauses keinen großen Ärger haben wollten, packten wir unsere Instrumente ein und zogen weiter. "Du, Max, gibst du mir mal das Geld? Ich will uns nämlich was zu essen kaufen", sprach Peet, als er auf die Kirchturmuhr schaute. "Komm, wir gehen lieber weiter, ich habe noch keinen Hunger", forderte Max. "Ich habe aber Hunger!", sagte ich und schlug vor, zum Aufwärmen in das Café um die Ecke zu gehen. "Na gut", willigte er dann schließlich ein und wir machten uns auf den Weg. "Wie lange wollt ihr eigentlich noch zum Betteln auf die Straße gehen?", fragte uns Peet, als wir uns in die Ecke setzten. "Keine Ahnung! Die Straße hält mich am Leben und ich weiß echt nicht, wie ich ohne euch auskommen soll", scherzte ich. Doch in Wirklichkeit fragte ich mich dies schon länger. Als wir das Café verließen, machte ich mir ernste Gedanken über meine Zukunft. Doch ehe ich weiter denken konnte, stellte Max uns die alte Frage: "Wohin gehen wir jetzt?"

Stressiger WeihnachtseinkaufBearbeiten

Na super! Weihnachten steht vor der Tür, und ich muss noch alle Geschenke einkaufen. Wie immer, kurz vor knapp.

Mhm, was hatte Lulu sich noch einmal gewünscht? - Ah, einen Puppenwagen. Aber wo ist die Kinderabteilung? "Entschuldigung, wo ist die Kin..." "Weiß ich nicht." "Blödmann!", murmelte ich. Ich schaute auf das Schild neben den Rolltreppen: Kleinkinderabteilung 3. Stock. Ich sah den Puppenwagen schon von weitem. Nachdem ich ihn gekauft hatte, besorgte ich noch die anderen Geschenke. Gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, dass ich auch noch das Geschenk für Tom besorgen musste. Ich rannte zurück. Nach langem Suchen entdeckte ich das T-Shirt. "9,98 Euro", informierte mich die Verkäuferin. Neben mir an der Kasse stand ein ungeduldiger Mann. Er schaute immer wieder auf die Uhr. Als ich aus dem Laden ging, flitzte der Mann an mir vorbei. Plötzlich ging die Alarmanlage los. "Stopp!!!", rief ein Angestellter. Der hektische Mann drehte sich um und rannte zurück. "Was ist denn los?", fragte er keuchend. "Sie haben etwas geklaut!" "Nein, ich habe alles bezahlt. Schauen sie. Aber beeilen sie sich, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit." Also, ich finde so etwas unmöglich.

Ich wartete gespannt. Zehn Minuten lang fanden sie nichts. Die Sicherheitsleute entschuldigten sich bei dem Mann. Verärgert ging er. Das verstehe ich jetzt nicht! Es hat doch klar und deutlich gepiepst. Oh nein, wie peinlich! Ich sah, wie die Diebstahlsicherung des T-Shirts aus meiner Tüte hing. Was soll ich nun machen? Soll ich etwas sagen? "Hallo, es ist ein Missgeschick passiert. Sie haben vergessen, mir die Diebstahlsicherung zu entfernen. Sehen sie, hier ist der Kassenzettel!" Die Frau an der Kasse antwortete etwas beschämt: "Oh, das ist mir aber peinlich. Der Weihnachtsstress bringt mich sehr durcheinander." Dieser ganze Stress um die Geschenke bringt wirklich alle total durcheinander. Jetzt musste ich aber schnell nach Hause. Als ich an der Bushaltestelle ankam, sah ich meinen Bus um die Ecke biegen. Na toll...

AnkeBearbeiten

Wie immer mussten sie auf Anke warten. Das Essen stand schon auf dem Tisch, während Mutter in der Küche mit den Tellern klapperte. Der Vater saß ungeduldig an seinem Platz und schaute gedankenverloren auf die Uhr. Natürlich kam es vor, dass Anke im Stau stand. Aber heute war Sonntag! Als ob es nicht schon lächerlich genug war, dass sie an einem Sonntag arbeiten musste. Anke arbeitete in einer großen Bank in der Stadt und hatte viel zu tun. Klar, aber sie war noch nie länger als eine Stunde zu spät gekommen. Aber warum machte er sich überhaupt Sorgen? Es war ja erst halb neun. Die Zeit schien sich ins Endlose zu ziehen. "Sie war immer ein eigenwilliges Kind", sagte die Mutter, als sie sich mit einem Seufzer auf den Stuhl fallen ließ. "Ja", antwortete der Vater mit einem Lächeln, "und das ist sie heute immer noch." Er dachte daran, wie sie an ihrem 18. Geburtstag unbedingt darauf bestanden hatte, sich von ihm in die Stadt fahren und ein Tattoo mit dem Namen ihres Verlobten stechen zu lassen. Das war ein Drama gewesen! Aber sie hatte so glücklich ausgesehen. So unbeschwert. Jetzt war Anke schon 24 und würde bald heiraten. "Sie werden eine glückliche Familie sein", sagte die Mutter plötzlich, als hätte sie seine Gedanken erraten. Daran hatte er nie gezweifelt, auch wenn er ihn nicht besonders mochte. Er war einer dieser tätowierten Biker, denen man gerne aus dem Weg geht, aber er war sehr höflich und äußerst talentiert. Er konnte wundervoll Klavier spielen und wenn Anke dazu sang, standen der Mutter immer Tränen in den Augen. Anke konnte herrlich singen und hübsch war sie, mit ihren langen roten Haaren und ihren unendlich blauen Augen. Der Vater hatte nie verstanden, warum sie nicht Sängerin geworden war und stattdessen nun in dieser Bank arbeitete. Sie hatte noch nie etwas von schmierigen Typen in Anzügen gehalten und sie verabscheut. Jetzt bezahlten sie Anke. Noch ein besorgter Blick auf die Uhr. Zehn vor neun. Er machte sich wirklich Sorgen. "Weißt du was? Wir fangen jetzt an. Ich möchte es nicht kalt essen", versuchte er seine Anspannung zu überspielen. "Aber es ist ihr Lieblingsessen", meinte die Mutter, "lass uns nur noch 10 Minuten warten, okay?". Der Vater nickte. Er erinnerte sich. Schon als kleines Kind hatte Anke Chili Con Carne geliebt und dann immer geweint, wenn es ihr zu scharf war. Er schmunzelte. Sie war ein außergewöhnliches Mädchen. Einmal hatte sie sich die Haare knallrot gefärbt und die Mutter hatte fast einen Anfall bekommen, als sie es sah. Auf einmal fiel ihm auf, dass er gerade das ganze Leben seiner Tochter begutachtete. Er wunderte sich. Plötzlich wurde er durch das schrille Klingeln aus seinen Gedanken gerissen. Ein schneller Blick auf die Uhr: Zwei vor neun. Dann rannte die Mutter zur Tür und öffnete. Draußen standen zwei bedrückt schauende Männer in grün, Polizisten. "Frau Damm?" "Ja? Was ist passiert? Kommen sie rein", antwortete die Mutter verwirrt. "Es geht um ihre Tochter", sprachen die Männer weiter und liefen mit ihr den langen Gang zur Küche, in der schon ihr ungeduldiger Ehemann saß.

Tränenüberströmt sackte sie auf den anderen Platz neben ihrem Mann...

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