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HandlungBearbeiten

Geheimnis des Waldes ist eine Geschichte über Lucy, eine Luchsdame, ihren Mann Morgan und ihre Jungen Karo und Falco. In dieser Geschichte geht es um Luchse.

KlappentextBearbeiten

Lucy lebt zusammen mit ihrem Mann Morgan und ihren zwei Kindern Falco und Karo im Silberwald. Alles scheint friedlich. Doch dann entdeckt Lucy ein dunkles Geheimnis ...

Ein unheimlicher TraumBearbeiten

Die Last des Feuers drückte Lucy zu Boden. Sie schien zu brennen. Mit zusammengekniffenen Augen schaute sie sich um. Das kann nicht sein! So darf es nicht enden! Morgan!, schrie sie, doch obwohl sie ihren Mund bewegte, brachte sie keinen Laut hervor. Plötzlich sah sie eine Gestalt. Sie war auf einer Lichtung zusammengekauert und sein Fell war unglaublich lang. Nein! Nicht du!, sagte Lucy erschrocken. Der Luchs drehte sich um. Doch es war nicht, wie erwartet, Leo, sondern Falco, ihr Sohn! Seine Krallen waren blutverschmiert und er stand über einem Luchsmädchen, das Lucy zum Verwechseln ähnlich aussah, aber auch Falco selbst ähnelte. Karo! Falco, was hast du getan? Du darfst doch nicht deine eigene Schwester töten! Was ist in dich gefahren?, kreischte sie aus voller Seele, und obwohl noch immer Stille herrschte, schien es Lucy, als hätte etwas oder besser gesagt jemand sie gehört, denn plötzlich zischte eine Stimme leise: "Nein, das ist nicht dein Sohn. Es ist meiner." Plötzlich fegte ein unglaublich starker Wind Lucy weg, weg von seinem Sohn, neben dem inzwischen ein Luchs stand, den Lucy nur zu gut kannte. Leo, nnneeeiiinnn!, rief sie.

Ächzend wachte Lucy auf. Sie blickte sich um. Dicht neben ihr schlief Morgan, ihr Mann und der beste Luchs der Welt. Auf Lucy selbst hatte die vorlaute Karo Platz genommen und neben Morgan schlief (was Lucy am erleichternsten fand) Karos Bruder Falco. Sie schüttelte sich. Mit einem leisen Murren wachte Karo auf. "Was war das denn?" fragte sie verschlafen und sprang von ihrer Mutter herab. Mit frech blitzenden Augen stupste sie Falco an. "Hä, was'n los?" "Ich wette, dass du mich nicht fängst!" sagte sie kichernd. "Oh doch, das tue ich!" Er sprang auf und rannte ihr nach. Allem Anschein nach ist alles in Ordnung, dachte Lucy. Dann kann ich ja beruhigt weiterschlafen. Doch die Bilder aus ihrem Traum und Leos Stimme gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Ein spielerischer Kampf?Bearbeiten

Lucy schob sich langsam, Pfote für Pfote, vorwärts. Gleich hab ich dich, dachte sie und schaute auf das völlig ahnungslose Kaninchen. Dann war sie nah genug. Mit einem kraftvollen Sprung presste sie ihre Pfote auf den Rücken des Tieres. Es wehrte sich heftig, doch es nützte ihm nichts. Schnell biss Lucy ins Genick des Kaninchens. Dieses erschlaffte. Mit ihrer Beute im Maul kehrte sie zu Morgan zurück, der bei ihrem Bau auf die Kinder aufpassen sollte, während Lucy jagen ging. Durch die Bäume hindurch hörte sie Gekreische. Erschrocken ließ sie ihre Beute fallen, welche sofort von einem gierigen Raben aufgenommen wurde, was sie nicht sonderlich kümmerte. Mit klopfendem Herzen rannte sie zu ihrem Versteck. Plötzlich hörte sie ein noch lauteres Heulen und Gejubel. Gejubel? Sie sprang auf die Lichtung. Dort sah sie Falco, der triumphierend über Karo stand, daneben Morgan. Die Luchsdame sah Morgan Falco bejubeln: "Gut gemacht, Falco! Aus dir wird eines Tages ein hervorragender Krieger!" Als Lucy diese Worte vernahm, fühlte sie sich geschockt. Ihr Traum von Falco und Leo kehrte mit voller Wucht zurück, vor allem, als sie Falco so über Karo stehen sah. "Ich nehme an, ihr hattet einen guten Grund, zu kämpfen?" schnaubte sie. "Aber Lucy, das war doch nur ein Spiel. Ein Spiel, dass ihnen hilft, später besser zurecht zu kommen." "Pah! Ihr habt mir einen Riesenschrecken damit eingejagt, mehr nicht! Und außerdem, Falco, Karo, wieso macht ihr das überhaupt? Ihr solltet euch schämen!" Und mit diesen Worten stapfte sie beleidigt davon.

Qualen für die LügnerBearbeiten

Nein! Nein! Ich will nicht! Angestrengt kniff Lucy die Augen zusammen. Sie wusste, wo sie war, trotzdem fürchtete sie sich davor. Schau es dir an, Luuuccccyyyy. W-wer war das? fragte Lucy beunruhigt. Plötzlich fegte ein starker Wind den Nebel, den Lucy seltsamerweise noch gar nicht bemerkte, weg, und gab das Bild frei auf das ungewöhnliche Paar: blutiger Mörder und unschuldiges Junges. Nein! Falco! Ich... Weiter kam Lucy nicht, denn die Luchsdame knallte gegen etwas. Gegen etwas. Etwas, was sie weder sehen noch hören noch riechen konnte. Aber es war da, ganz sicher. Vorsichtig tastete die Luchsdame mit der Pfote nach dem unsichtbaren Etwas. Da kann ich unmöglich durch, dachte sie. Und so stand sie nur wieder hilflos da und konnte auch noch die quälenden Worte hören, die Leo dem ahnungslosen Falco zuraunte: Hör mal, mein Junge. Ich werde dir nun etwas ganz Besonderes sagen. Ich bin dein Vater. Du bist mein Vater? Aber ist das wahr? So wahr, wie...ach, lassen wir das lieber. Dafür bist du zu jung. Ach nein, gar nicht! protestierte Falco. Hmm, na gut, ich hoffe, du wirst es verkraften. Deine Mutter hat einen Fluch auf sich, meinte Leo. Nein! Nein! Nein! Es gibt keinen Fluch! Ich bin gesund! Und munter! Flieh, er ist ein Mörder! Doch Falco schien nichts zu hören. Und als wäre das nicht genug, hörte sie Leos Stimme spöttisch singen: Er kann dich nicht hören, meine Kleine. Du bist so dumm, sagte er, wie als würde er mit einem Jungen reden, das etwas einfach nicht einsehen will. Aber wie konnte Leo hier sie auslachen, während er gleichzeitig mit Falco sprach? Falco! Sofort spitzte Lucy die Ohren mit den Pinseln oben, auf die sie so stolz war. Aber Falco, ich weiß, wie du deine Mutter retten kannst, zischte Leo. Aber wenn du mein Vater bist, müsstest du doch mit Mutti Kinder bekommen haben, oder? Ach, es ist furchtbar, als ich mich nämlich in deine Mutter, äähhh, ich meinte Lucy, verliebt hatte, kam plötzlich der Fluch über sie, und ihre Jungen wären fast verdorben, wie der Fluch, der über ihr liegt. Fast? fragte Falco. Fast. Doch ich konnte sie mit Hilfe der guten Geister retten. Also ich meine die Kinder. Vor lauter Empörung spuckte ich auf den Boden. Der Typ soll meine Karo und meinen Falco gerettet haben, vor einem Fluch? Ich fasse es nicht! Auf einmal frischte der Wind auf. Und ich wurde weggeweht, weggeweht von diesem Albtraum.

EllaBearbeiten

Mit bedrückter Miene schaute Lucy auf Falco. Sie zuckte zusammen, als er im Schlaf grummelte. Träumt er noch immer von Leo? fragte sie sich. Was er auch immer zu dir sagt, glaube ihm nicht! Bitte, bitte! Plötzlich schreckte Falco hoch. "Falco, geht es dir gut?" fragte Lucy matt und versuchte, ihre Stimme nicht zittern zu lassen. Falco aber schaute seine Mutter misstrauisch an. "Mir geht es gut." murmelte er abweisend und trat aus dem Bau. Lucy wollte ihm in die Augen schauen, doch er wendete sich ab und versuchte, fröhlich und normal auuszusehen. Es klappte nicht. Lucy wurde das Herz ganz schwer. Schnell lief Lucy ihrem Sohn hinterher. "Falco, hör mal. Ich will mit dir reden." Aber Falco schüttelte den Kopf und meinte: "Du musst doch jagen gehen, oder? Vater wird sauer sein, wenn du noch immer hier bist." Enttäuscht nickte Lucy und wandte sich zum Gehen. Als Lucy sich noch einmal umdrehte, sah sie ihrem Sohn in die Augen. Sie sah in ihnen so vieles. Unsicherheit, Angst und eine Last, eine Last, die ihm gar nicht gut tat. Lucy stieß noch einen letzten verzweifelten Seufzer aus. Dann ging sie auf Jagd. Es tat ihr gut, nicht mehr über Falco oder Leo alias den Mörderluchs nachzudenken. Das Einzige, was im Moment wichtig war, war die Jagd. Lucy atmete die Gerüche des Waldes tief ein. Plötzlich fiel sie in Lauerstellung. Langsam schoben sich ihre Pfoten auf das völlig ahnungslose Eichhörnchen. Und sie sprang. Genau in dem Moment, als ihre Pfoten sich vom Boden lösten, hörte sie eine unheimliche, geisterhafte Stimme seufzen. Beinahe wäre ihr das Eichhörnchen entwischt, doch sie konnte gerade noch ihre Krallen in das rotbraune Wesen bohren. Erschrocken schaute Lucy sich um. "Wer... wer ist da?" Eine Stimme, die Lucy gänzlich unbekannt war, antwortete: "Ella. Ella ist mein Name. Ich kenne dich." Lucy schaute sich panisch um. Niemand war da. Mit zittriger Stimme antwortete Lucy: "Tu-tut mir leid. Ich kenne keine Ella." - "Doch, du kennst mich. Ein skrupelloser, mörderischer Luchs hat mich umgebracht, am Sternenfluss. Du wolltest mich rächen, hast aber statt dem Mörder einen Fuchs umgebracht." Lucys Augen weiteten sich. "Du bist das! Oh, das mit dem Fuchs tut mir wirklich leid..." Da war es still. Die Vögel zwitscherten und die Luft war angenehm warm. Lucy war allein. In ihrem Maul trug sie den schlaffen Körper des Eichhörnchens.

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