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HandlungBearbeiten

Feuer des Waldes ist eine Geschichte über Lucy, eine Luchsdame. In dieser Geschichte geht es auch über Tiere des Waldes.

KlappentextBearbeiten

Lucy ist eine hübsche, von anderen unabhängige, junge Luchsdame. Doch als im Silberwald ein seltsamer Mörder umgeht, setzt sie alles daran, ihn zu erwischen. Aber es kommt anders, als sie denkt...

Ein eiskalter MörderBearbeiten

Fabio schnupperte. Ein seltsamer Geruch. Verwundert blickte er durch die Blätter und Zweige, die ihn von der Lichtung trennten. Aber...Stinkfleisch! Es war eine Maus, aber der Gestank, der von ihr ausging, war schrecklich. Wer konnte nur so etwas einfach liegen lassen! Angeekelt fing er an, die stinkende Maus zu vergraben. Plötzlich hörte er ein Rascheln. "Wer bist du denn?" Ein anderer Luchs mit unglaublich langem Fell trat auf die Lichtung. Fabio schaute ihn überrascht an. "Ist das," er stupste die Maus angewidert an, "deine Maus? Ich wollte sie gerade vergraben. Die verpestet ja sonst die ganze Gegend!" Der andere Luchs fauchte. "Das geht dich nichts an, Schlammwühler!" Fabio bleckte die Zähne. Schlammwühler war die schlimmste Beleidigung, die es gibt, und dieser Luchs hat ihn gerade so genannt! Das schreit nach Rache! Mit wütendem Fauchen stürzte er sich auf seinen Gegner. Doch dieser blieb ganz ruhig. Mit ausgefahrenen Krallen schlug er Fabio mitten ins Gesicht. Blut spritzte auf. Stöhnend wich Fabio zurück. Diesen Moment nutzte der andere Luchs schamlos aus. Sofort sprang er auf ihn und fuhr mit seinen Krallen tief in seine Kehle. Fabio röchelte. Seine Augen suchten nach dem anderen Luchs, der nun langsam zu der stinkenden Maus ging. Dann war es vorbei mit ihm. Er fiel zu Boden und rührte sich nicht mehr. Der andere Luchs nahm die Maus ins Maul und legte sie neben den toten Fabio.

Fabio und Lucy?Bearbeiten

Schrecklich. Einfach nur schrecklich. Mit gesträubtem Fell sah Lucy auf Fabio herunter. Schon der vierte Luchs, der tot gefunden wurde. Und es schien immer der gleiche Mörder zu sein: Bei jedem Toten war daneben ein Stück Stinkfleisch. Ob das wohl ein Zeichen war? Das fragten sich inzwischen viele. Sogar die Tiere, die keine Luchse waren, obwohl Lucy solche Gedanken einfach lächerlich fand. Sie waren ja nicht in Gefahr. Eigentlich hatte sie Fabio nie besonders gemocht. Immer war er um sie herumgetänzelt und hatte sie mit liebevollem Blick angeschaut, obwohl sie ihm schon tausendmal gesagt hatte, dass sie ihn nicht mag, ja, dass sie ihn sogar regelrecht hasst! Trotzdem hatte er einfach nicht aufgegeben. Mit diesem Verhalten hatte er sogar einmal so laut vor sich hingeträllert, dass Lucy sein Augenstern wäre, und so hatte er sämtliche Beute verscheucht. Als das passiert war, hatte Lucy ihn einfach angeschrien und war weggelaufen. Sie war sehr froh gewesen, dass Fabio ihr nicht gefolgt war. Danach hatte er sie noch ein paarmal verfolgt, aber Lucy hatte ihn einfach ignoriert. Deshalb hatte er aufgegeben. Und jetzt war er tot. Irgendwie weckte das in ihr die Trauer. Was wäre geschehen, wenn sie mit ihm zusammen wäre? Vielleicht wäre er nicht einmal auf den Luchs getroffen! Und falls doch, wäre ich dabei gewesen und wir hätten es diesem Luchs gezeigt! Sie seufzte. "Es tut mir Leid, Fabio. Und ich werde alles tun, um den Mörder zu schnappen!"

Ein ganz besonderer LuchsBearbeiten

Leise schlich sich Lucy an das Reh an. Sie verharrte regungslos auf der Stelle. Noch ein bisschen näher...Es raschelte laut. Das Reh stieß ein erschrockenes Röhren aus und lief weg. Lucy fauchte wütend. Wer hat ihre wohlverdiente Beute verjagt? Ein Luchs trat auf die Lichtung. Sein Fell war sehr, sehr lang und triefte vor Wasser. Lucys Herz klopfte plötzlich so laut, dass es sicher im ganzen Wald zu hören war. Erstaunt blickte der Luchs sie an. Dann schüttelte er sich. Dabei wurde Lucy von den Spritzern getroffen. Jetzt war ihr Fell nass. Doch irgendwie spürte sie weder Wut noch Zorn. Sie starrte ihn einfach mit offenen Maul an. "Wer bist du?", fauchte der Luchs barsch. "Ich b-bin Lu-lucy." "Also, wieso gaffst du mich so mit offenem Maul an? Außerdem, das ist mein Revier. Also,verschwinde!" Mit kaltem Blick wandte sich der Luchs ab. Lucy lief ihm schnell nach. "Warte!" Der Luchs drehte sich um. "Was?" "Äh, weißt du, da-das mit dem Revier tu-tut mir wirk-wirklich leid. Ich muss mich dafür ent-entschuldigen. Können-können wir uns..." Lucy atmete tief durch. "Können wir uns morgen bei Sonnenuntergang bei-bei der Silbereiche treffen?" "Was? Was ist das denn für eine Frage? Natürlich nicht! Und jetzt verschwinde!" Lucy ließ den Kopf hängen. "Tut mir leid. Ich-ich gehe natürlich. Und zwar zum Sternenfluss.", flüsterte sie. Plötzlich lief ihr der Luchs nach. "Zum Sternenfluss? Also...also ich würde dort nicht hingehen. Weil..." Lucy schaute ihn an. "Weil ich sonst nicht mit-mit dir zur Silbereiche gehe." Lucy schaute ihn mit aufgerissenen Augen an. "Wirklich?" "Ja! Wenn...wenn du nicht zum Sternenfluss gehst." "Natürlich gehe ich nicht dorthin!" "Na schön, bis morgen!" Er ging davon. Lucy blickte ihm mit verträumten Augen nach.

Ein Traumkater?Bearbeiten

Lucy seufzte. Sie kuschelte sich tiefer in Leos langes, weiches Fell und beobachtete die Äste der Silbereiche. Lächelnd blickte sie zu Leo. Leo. Ein wunderschöner Name. "Ist das nicht wunderschön? Wir, zusammen vereint bei der Silbereiche. Einfach wunderbar." Leo nickte. "Wunderbar. Na klar." Doch seine Miene blieb unberührt, was Lucy nicht wirklich bemerkte. Sie gähnte. "Wunderschön..." Müde schloss sie ihre Augen und war schon kurze Zeit später eingeschlafen. Der Luchs stand auf. Endlich bin ich diese Nervensäge los, dachte er. Leise verschwand er in den Bäumen.

Ella sprang ans Ufer des Flusses. Sie schüttelte sich. Wassertropfen spritzten herum. Stolz betrachtete sie den Fisch in ihrem Maul. Fischen konnte sie von allen Arten des Beutefangens am besten. Zufrieden legte sie sich hin. Hungrig biss sie in das zarte, glitschige Fleisch ihrer Beute. Sie aß alles bis auf den letzten Rest auf. Dann gähnte sie. Müde legte sich die Luchsdame hin. Doch als sie eingeschlafen war, schlich sich ein Luchs zu ihr. Er hatte furchtbar langes Fell. Der Luchs bohrte seine Krallen tief in ihre Kehle. Die Luchsdame zuckte. Doch dann erschlaffte ihr Körper. Sie war tot. Doch die Miene des Luchses blieb gleich. Es war ihm gleichgültig. Eilig schnappte er sich die Überreste eines wirklich übel stinkenden Vogels. Diesen legte er neben die tote Luchsdame.

Ein mörderischer Fuchs?Bearbeiten

Lucy zuckte. "Hmm?" Gähnend richtete sie sich auf und blickte ins grelle Licht der Sonne. Sie schaute sich um. Wo war Leo? Nichts als ein paar Haare und sein Geruch. Plötzlich hörte sie ein erschrockenes Jaulen. Es kam vom Sternenfluss! Schnell lief Lucy dorthin. Als sie angekommen war, sah sie einen Fuchs. Und... zu seinen Füßen... war der Körper einer... einer toten Luchsdame? Dieser räudige Aasfresser! Er war es gewesen! Er war der Mörder! Mit einen wütenden Knurren stürzte sie sich auf ihn. Als der Fuchs sie bemerkte, wollte er fortlaufen, doch Lucy bohrte ihm seine Krallen in die Kehle. Dann ließ sie den Fuchs los. Sie blickte zu der toten Luchsdame. "Keine Sorge.", sprach sie zu der Luchsdame", ich habe deinen Tod gerächt. Und Fabios Tod auch." Doch wenn sie genau hingesehen hätte, wären ihr am Fell der Luchsdame Haare aufgefallen. Lange Luchshaare.

Ein erkenntnisreicher TraumBearbeiten

Verzweifelt blickte sich Lucy um. Sie konnte es nicht fassen. Sie hatte den Fuchs getötet, weil sie dachte, er hat die Luchsdame umgebracht! Und als sie dachte, jetzt gibt es Ruhe, fand ein Luchs mehrere tote Tiere, diesmal nicht nur Luchse, sondern auch einen Fuchs und, was ja für Lucy das Unglaubliche war, auch ein Stück Stinkefleisch bei jedem Opfer. Das hieß, dass der Fuchs unschuldig war! Sie hasste Füchse, aber jemand Unschuldigen zu töten, egal ob Fuchs oder nicht, hatte sie nie gewollt!" Jetzt werde ich niemanden unschuldig töten," flüsterte sie, "sondern nur den richtigen Schuldigen, das schwöre ich!"

Schwarz. Alles war scharz. Und unheimlich. Erschrocken zuckte Lucy zusammen. Aus dem Gebüsch trat ein Vogel. Es war eine Amsel. Mit wütendem Krächzen stampfte er auf sie zu. "Dir, nur dir ist es zu verdanken, dass wir zu elendem Stinkefleisch wurden! Das wir von diesem widerlichen Luchs verwendet und ausgenutzt wurden! Alles deine Schuld!" Und auf einmal sprangen überall aus dem Wald Tiere. Eichhörnchen und Wiesel und andere kleine Tierchen und, zu Lucys Erstaunen, auch die Opfer des Mörders! Alle schlichen bedrohlich auf sie zu. "Aber ich hab doch nichts getan!" Doch dann trat Fabio aus der Menge. Und er sah sie so an, wie er sie noch nie angesehen hatte: kalt und abweisend. Und auch die Luchsdame, die Lucy beim Sternenfluss gefunden hatte, bleckte die Zähne. "Es stimmt, manche Tode hättest du nicht verhindern können. Aber dann. Mein Tod: unnötig! Du hättest den Mörder aufhalten können! Aber so..."

"Nein, nein! Ich kann doch nichts dafür! Bitte lasst mich in Ruhe!" Mit gesträubtem Fell schreckte Lucy hoch. Sie keuchte und zitterte am ganzen Leib. Es war unnötig. Unnötig, sich einzubilden, dass sie den Mörder nicht kannte. Sie hatte es gewusst. Die ganze Zeit. Als sie nämlich Fabios toten Körper betrachtet hatte, waren ihr an seinem Fell lange Haare aufgefallen von einem Luchs. Aber als sie Leo oder besser gesagt den Mörder kennen gelernt hatte, schien ihr die Liebe wohl den Kopf verdreht zu haben. Doch dieser Traum hatte ihr das gezeigt, was sie schon längst wusste, trotzdem aber nicht glauben wollte: dass sie sich in den Mörder verliebt hatte. Traurig rollte sie sich ein und fiel in einen diesmal traumlosen Schlaf.

RacheBearbeiten

Lucy stockte der Atem. Ein Luchs mit langen Haaren stand auf der Lichtung und schaute sich um. Als er Lucy erblickte, lächelte er und ging auf sie zu. "Lucy, so sieht man sich wieder. Ich freue mich, dich zu sehen, aber was machst du hier?" "Dein Spiel ist aus, Leo. Aber du bist gar nicht Leo, stimmt's? Den Namen hast du dir nur ausgedacht, nicht war?" Ihr Gegenüber bleckte die Zähne. "Du weißt entschieden zu viel." Und mit einem wütenden Fauchen wollte er sich auf sie stürzen. Doch Lucy wich gekonnt aus und ging zum Gegenangriff über. Der Luchs fiel hart auf den Boden und gab seinen Bauch ungeschützt preis, was ein großer Fehler war. Gnadenlos bohrte Lucy ihre Krallen in seinen Bauch. Dann trat sie einen Schritt zurück. Der Luchs keuchte. Seine Stimme wurde langsam schwächer. "Du wirst berühmt werden in diesem Wald, weil du mich getötet hast. So denkst du. Aber ich weiß es besser." Dann machte er kehrt und floh. Er war erstaunlich schnell. "Nein! Warte!" schrie Lucy. Sie lief ihm nach. Wo wollte dieser verrückte Luchs hin? Sie beschleunigte ihre Schritte. Und da war er. Im Dunkeln des Waldes. Aber er war ... in der Nähe der Zweibeiner! Diese komischen Geschöpfe kamen selten in den Wald und wenn, dann machten sie ein Feuer und stellten ein seltsames, buntes Ding auf. Lucy hatte nie verstanden, wieso die Zweibeiner ein Feuer machten und vor allem wie. Aber was bitte schön machte dieser mörderischer Luchs in der Nähe des Feuers? Er hatte Glück, es war gerade kein Zweibeiner in der Nähe. Eilig schnappte er sich einen riesigen Ast und rannte zum Feuer. Und dann loderte der Ast, brannte und flackerte. Und diesen Ast warf er in den Wald. "Nein!" kreischte die Luchsdame. Doch es war zu spät. Erstaunlich schnell breitete sich das Feuer aus. "Was hat das für einen Sinn?" fragte Lucy den sterbenden Luchs. Er antwortete mit einiger Mühe, aber trotzdem entschlossen: "Der Wald wird abgefackelt. Und die Tiere werden abgefackelt! Endlich kann ich mich an ihnen rächen! Diese Demütigungen! Diese ..." Er fiel zu Boden und rührte sich nicht mehr. Das war das Ende des Mörderluchses, der schlussendlich irre geworden ist und den ganzen Wald verbrennen wollte.

Feuer!Bearbeiten

Keuchend rannte Lucy durch den Wald. "Passt auf! Es brennt! Flieht!" schrie sie zu den Tieren. Diese glaubten ihr zuerst nicht, aber als sie das Feuer erblickten, änderten sie ihre Meinung. Alles rannte wie verrückt herum. Da rief ein Vogel: "Der Sternenfluss! Wir müssen zum Sternenfluss! Dort sind wir in Sicherheit!" Alle rannten dorthin. Plötzlich ertönten Schreie. Vor den Tieren hatte sich eine riesige Feuerwand aufgebaut, die den Weg versperrte. Kreischend und schreiend liefen alle herum. Lucy hätte nicht gedacht, das die Anderen noch mehr in Panik geraten konnten, aber genau so war es. Auf einmal tauchte aus der Menge ein dunkelbrauner Luchs auf. "Der kleine Bach! Schnell! Nehmt euch Moos! Tränkt es mit Wasser!" Alle folgten seinem Beispiel. Der Luchs selbst stand beim Moos und half den Anderen. Lucy war erstaunt, wie gut er einen kühlen Kopf behielt. Sie tappte zum Moos und murmelte ihm zu: "Die haben alle keinen Kopf! Rennen einfach ziellos durch die Gegend." "Ja, sie rennen kopflos durch die Gegend!" sagte der Luchs lächelnd. Er wirkte kein bisschen nervös. Lucy spürte ein Kribbeln im Bauch. Es hätte Leo alias der Mörder herum rennen können und Tiere töten können, sie hätte es nicht bemerkt. Sie sah dem Luchs tief in die Augen und sah, dass es ihm genauso ging wie ihr. "Ich heiße Morgan." flüsterte der Luchs. "Morgan. Ein wunderschöner Name. Ich heiße Lucy." Keiner von ihnen hörte die Jubelschreie der Tiere, die es geschafft hatten, das Feuer zu löschen. Zusammen gingen sie zur Silbereiche. Dort legten sie sich nebeneinander. Lucy lächelte. Sie hatte ihre wahre Liebe gefunden, der Wald war gerettet und der Mörderluchs war tot. Wie könnte es schöner sein? Mit einem zufriedenen Seufzen schloss Lucy ihre Augen.

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