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Kapitel I - Stürmische See Bearbeiten

Ein großer Dreimaster bahnt sich gerade den Weg durch die stürmische See. Das Schiff geht im Takt der Wellen gleichmäßig auf und ab.
Es herrscht reges Treiben an Deck, da die Männer damit beschäftigt sind, das notwendigste an Proviant vor dem Wasser zu schützen, was ihnen schwierig fällt, da immer wieder Meter hohe Wellen über das Schiff schwappen und alles mit in die Tiefe ziehen, was sich nicht festhält.
In der Kapitänskajüte merkt man nichts von alledem. John, Der Kapitän des Schiffes, ein groß gewachsener, schwarzhaariger Mann steht über eine Seekarte gebeugt und murmelt vor sich hin. "Hier muss es sein, hier kann ich dich finden, wir sind nicht mehr weit weg ich weiß es". Plötzlich springt die Tür zur Kajüte auf und ein kleiner etwas dicklicher, grauhaariger Mann stürmt herein. Er schließt hinter sich mit Mühen die Tür und schüttelt sich. Seine nasse Kleidung spritzt Wasser in der ganzen Kajüte umher.
Vollkommen ausser Puste hustet er gerade noch verständliche Brocken in den Raum. "Captain... Land... Land...", dann fällt er mit dem Rücken gegen die Wand und sinkt erschöpft zu Boden. "Land?", John springt zur Tür, reißt sie mit einem Ruck auf und rennt auf Deck.
Dort läuft er geradewegs zum Bug des Schiffes, fährt sein Fernrohr aus und schaut hindurch. "Tatsächlich, das ist sie.", er dreht sich um und läuft zurück zum Steuermann des Schiffes, welcher damit beschäftigt ist das Schiff auf Kurs gegen die Wellen zu halten.
John stößt den Steuermann zur Seite und reißt das Ruder in Richtung der Insel herum.
"Was tun Sie da? Wir müssen das Schiff auf Kurs gegen die Wellen halten, sonst Kentern wir!" schreit der Steuermann und versucht das Ruder wieder zurückzudrehen.
Doch John stößt ihn wieder weg. "Ich befehle Ihnen Kurs auf diese Insel zu nehmen!"
"Aber wir werden es nicht schaffen, der Sturm, er ist zu Stark, die Wellen werden das Schiff umstößen!". Der Steuermann sieht John ängstlich an.
"Nun, dann ist es eben so!", sagt Jon grinsend und wendet dann seinen Blick in Richtung der Insel.
Als die erste Welle das Schiff seitlich trifft, beginnt das Schiff so sehr zu schaukeln, dass sich niemand mehr an Bord halten kann, und die Männer wie Spielzeuge an die Reling geschleudert werden. Einzig John kann sich noch am Steuer festhalten um das Schiff noch auf Kurs zu halten. Mit jeder Welle die das Schiff trifft beginnt es mehr und mehr zu Schaukeln.
Als das Schiff von der nächsten riesigen Welle getroffen wird, kann sich auch John nicht mehr halten. Sein Kopf schlägt mit voller Wucht gegen das Steuerrad. Dann ist er bewusstlos.
Das Schiff hält noch ein paar Wellen stand, wird dann aber auch in Stücke gerissen und von der See verschlungen.

Kapitel II - Ruhige See, stürmischer Mann Bearbeiten

Das Meer ist Ruhig geworden. So ruhig, als würde es sich von dem schweren Sturm erholen müssen. Man müsste schon genau hinsehen um zu bemerken das sich immer wieder ganz kleine unscheinbare Wellen in Richtung des Ufers der Insel spülen, welche Seelenruhig in der Geborgenheit des Meeres schlummert. Doch auf der Insel regt sich etwas. Ein alter Mann mit langem Bart, schütterem grauen Haar und windiger Statur durchwült aufgeregt die Trümmer eines durch den Sturm angespülten Schiffes. Der ganze Strand ist voll von zerbrochenem, nassem Holz.

Als der alte Mann gerade dabei ist ein zerfetztes, nasses Hemd, welches er aus den Trümmern herausgezogen hat, anzuprobieren hält er plötzlich inne und sieht mit zusammengekniffenen Augen den Strand entlang. Dort vorne liegt etwas. Oder besser gesagt, jemand. Es ist John, der verzweifelt versucht nach Luft zu schnappen und das ganze Wasser welches in seinem Hals hängt aus zu husten. Der alte Mann nähert sich ihm langsam und vorsichtig und bleibt in sicherem Abstand stehen. Plötzlich hört John auf zu husten und blickt in Richtung des alten Mannes. Sie sehen sich eine ganze Weile tief in die Augen. Ruhe.

"Hallo, Ben." bricht John plötzlich mit leiser und ächzender Stimme das Schweigen. Der alte Mann sieht ihn ängstlich an und stottert "Ben? I-i-ich kenne keinen Ben, nein, oh nein, oh, oh nein!". Er hält sich plötzlich den Kopf, dreht sich um und läuft ohne ein Wort zu sagen davon. John sieht ihm verwundert hinterher und versucht dann sich aufzurichten. Langsam und unsicher beginnt er Ben hinterher zu laufen, doch er hat keine Chance ihn einzuholen. Er versucht noch einige Male Ben hinterher zu rufen, doch dieser ist bereits nicht mehr in Sicht- und Hörweite. Dann lässt John sich wieder auf den Boden fallen. Er schließt die Augen und wird bewusstlos.

Als er die Augen wieder öffnet, ist das erste das er sieht die Sonne, die gerade als ein roter Ball vom Meer verschlungen wird und die Dunkelheit langsam Überhand nimmt. Es wird langsam Nacht. John richtet sich langsam und unsicher auf. Nachdem er endlich sicherer auf den Beinen ist geht er ans Meer und wäscht sich den Sand aus dem Gesicht und von den Händen. Dann steht er da und sieht auf das Meer hinaus, auf die schier unendliche Weite die dort vor ihm liegt. "Du bist wach?" John dreht sich plötzlich erschrocken um. Einige Meter hinter ihm steht plötzlich Ben. "Wieso bist du denn davon gelaufen?" frägt John ihn ganz vorsichtig als würde er sich einem scheuen Reh nähern wollen. Dieser weicht ein paar Schritte zurück. "Ich habe meinen Namen einfach schon seit Jahrzehnten nicht mehr gehört. Das hat mir Angst gemacht und wenn ich Angst habe, dann.." plötzlich stockt er und sieht mit glasigen Augen auf das Meer hinaus. "Ich.. ich kann das nicht." Ben dreht sich um und läuft wieder davon. Doch diesmal ist John besser auf den Beinen und folgt ihm.

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