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Allagner-Akademie - Auch Magier leben gefährlichBearbeiten

1. KAPITELBearbeiten

Wenn du in einer Akademie ausgebildet wirst, in der es nur Mädchen gibt und in der du nur in den Ferien und zu besonderen Zwecken nach draußen, in die Außenwelt gelangst, wirst du erschrecken, wenn du merkst, wie unnormal sie dir erscheint. Bei mir war das auch so, aber ich erzähle besser von Anfang an, wieso ich überhaupt hier etwas schreibe. Meine Mutter Sonja Morgan, die beste Telepathin der Welt, sagt mir immer, dass eine gute Psionicerin ihre Erlebnisse aufschreiben muss, falls der Geheimdienst der Vereinigten staaten dich mal verhört. Also mache ich es einfach, mehr als Übung als wegen des Geheimdienstes. Wir sind nicht mit dem Geheimdienst befreundet, er darf uns nicht mal kennen, denn ich gehe in eine Schule, in der Mädchen in speziellen Fähigkeiten ausgebildet werden, damit sie lernen, den Krieg zu beenden. Wie gesagt, dem Geheimdienst passt das nicht, aber er weiss es ja auch nicht.

Als ich aber heute ins Schulzimmer fur außersinnliche Wahrnehmung (aw) stürme, da Dele mich heute morgen mir ihrem neuen Trick mit dem Magnetschwebehand ewig aufgehalten hatte, war mir noch nicht bewusst, wie gefährlich die nächsten Stunden werden sollen. Ich reiße, heftig atmend, die Tür auf. Miss Morgan! Ich dachte, sie haben sich das Zuspätkommen abgewöhnt. Herr Rosmon's Stimme schlägt mir entgegen. Die Klasse kichert nicht. Das würde wohl jede andere Klasse machen, aber Allagner schülerinnen eben nicht. Ich geh mit gesenktem kopf an Herrn Rosmon vorbei. Seine schwarzen Augen verfolgen mich, als ich mich durch die erste Reihe schlängele und mich neben Chiara setze. Herr Rosmon räuspert sich. Nun Klasse. Ich denke, ihr solltet schon mehr oder weniger etwas über die außersinnliche Wahrnehmung wissen. Ich hebe den Kopf. Herr Rosmon's Kopf dreht sich von hier nach dort. Seine grauen Haare, die schwarzen Augen und der schwarze Mantel lassen ahnen, dass wir nach draußen müssen.

Was ist der Unterschied zwischen außersinnlicher Wahrnehmung und Kinesis, Miss Morgan? Ich weiß, dass er mich nur fragt, weil ich zu spät kam. Außersinnliche Wahrnehmung ist das Wahrnehmen von Daten, durch verschiedene Übungen. Je nachdem, welche Art von außersinnlicher Wahrnehmung es ist, ist das Erkennen von Daten eine andere Sache. Dabei werden auch andere Daten auf andere Weise enpfangen. Bei Kinesis ist es so, dass Elemente bewegt werden und keine informationen erhalten werden, rattere ich herunter.

Ja, sehr gut, Miss Morgan. Also, meine Damen. Ich erwarte heute von ihnen, dass sie Mackeney, die heute um 8.00 Uhr bei der Präsidentschaftswahl ist, heimlich begleiten. Wir müssen sicherstellen, dass ihr nichts passiert. Herr Rosmon macht die Tür auf. Es ist jetz 7.00 Uhr. Ich erwarte sie ihn einer halben Stunde beim Parkplatz. Ziehen sie sich so an, dass sie nicht auffallen, es sollte aber bequem sein. Er machte eine Handbewegung zur Tür. Ich steh auf, als sich die Schlange aus Schülerinnen durch die Tür zwängt. Ich hab noch keine Ahnung, was ich anziehe. Ich weiß nicht, ob Dele auch mitkommt oder ob nur die erste Klasse mitgeht, was ich aber sicher weiß ist, dass wir darauf gefasst sein müssen, dass etwas passiert. Doch ich dachte nicht, dass es so problematisch werden sollte.

In meinem Zimmer herrscht Chaos. Das liegt aber nicht nur daran, dass ich, Dele und Marina drinnen wohnen (obwohl Marina chaotisch ist), sondern auch, dass ich eigentlich gar keine Zeit habe, das zimmer einigermaßen aufzuräumen. Ich setze mich auf mein Bett. Na, was denkst du, gut genug? Dele steht vor mir, in einem roten Trainingsanzug, aber nicht so ein Anzug für Faulenzer, sondern ein Anzug, der auf eine Art elegant wirkt.

Ich nicke und fang an, in meinem kleinen Kleiderhaufen zu wühlen, während meine Gedanken immer wieder auf die uns bevorstehende Mission abweichen. Von uns allen hat wahrscheinlich niemand eine Ahnung, wohin es geht oder was passiert, aber wenn man nach Herrn Rosmon's vager Andeutung auf ein Problem etwas weiß, dann, dass es kein Zuckerschlecken wird. Ich schmeiße ein T-Shirt und eine Jeans auf mein Bett. Es ist Sommer, also kein Problem. Wir haben noch 10 Minuten, sagt Dele alarmiert. Anscheinend sieht sie noch nicht zu gut aus.

2. KAPITELBearbeiten

Die ganze klasse steigt in den Mini-van, Herr Rosmon's Auto. Von außen sieht der Van aus, als würde er zu klein fur 20 Schüler sein, aber innen hat er erstaunlicherweise noch mehr Platz, als wir dachten. Während ich zwischen Dele und Marina eingeklemmt bin auf braunen Ledersesseln und Herr Rosmon irgendetwas Unverstandliches über Missionen erzählt, sehne ich mich danach, wie ein Chamäleon von hier verschwinden zu können. Leider ist das nicht möglich, ich hab mich nämlich noch nie, aber wirklich noch gar nie, auf einen gezwungenen Ausflug mit Herrn Rosmon gefreut, der strengste Lehrer der Schule (ich glaube das, Dele sagt immer, es soll Herr Solomon sein, was ich nicht glaube, da er ein total sexy Lehrer ist). Wir biegen auf die Hauptstraße Richtung München ein. Die Bäume und die Häuser verschwimmen langsam hinter der Fensterscheibe, als langsam die ersten Regentropfen fallen. Das perfekte Wetter fur meine Stimmung.

Quietschend hält der Van an. Wir halten vor einem riesigen, aus Marmor erbautem Gebäude an. Auf jeder Seite stehen zwei Säulen, die das Gebilde tragen. Der regen hat aufgehört, meine schlechte Stimmung aber nicht. Das ist aber immer so, wenn ich zu spät komme. Ich schrei deswegen aber Dele auch nie an. Als wir alle langsam aussteigen, enspanne ich mich. Nichts sieht verdächtig aus. Geparkte Autos vom Fernsehteam, Kameraleute, die hektisch umherrennen und Wachleute, die die Pässe konntrolieren. Wir haben auch einen Pass, nicht mit einer gefälschten Schule, nicht mit einem gefälschten Namen und nicht mit einem falschen Geburtsdatum, keine Schule fur hochnäige, stinkreiche Mädchen, sondern eine Schule für speziell begabte, für die Gerechtigkeit kämpfende Mädchen. Kein falscher Name wie Rachel Müller, sondern mein Name. Kein falsches Geburtsdatum, sondern mein richtiges Datum. Das alles nur, weil wir sonst nicht rein kommen.

Herr Rosmon setzt sich an die Spitze unserer Gruppe und wir folgen ihm. Ich dachte, dass wir durch den Haupteingang gehen, damit wir sofort zu Meckeney können und für ihre Sicherheit garantieren können. Allerdings laufen wir nicht zum Haupteingang, sondern weg von den Wächtern und den Kameraleuten, um das Marmorgebäude herum zu einem hinteren Eingang. Hier stehen keine Wachen. Es gibt kein Schlüsselloch an der gut sichtbaren, nicht versteckten Tür. Meine Damen, nehmt eure Pässe hervor, haltet sie vor euch mit dem Passfoto nach vorne. Während wir die Anweisung befolgen und durch die Tür schreiten, kommt ein Scanner und scannt jeden Pass durch. Mir wird bewusst, dass ein Einbrecher einfacher beim Haupteingang reinkommt als bei diesem Eingang. Im Raum hinter der Tür ist nur ein kleiner Raum. Eine Kommode steht an der Wand und mehrere Türen sind mit Garderobe beschrieben. Hier werden drei auf Mackeney warten und ihr folgen, bis ihr zum übernächsten Raum kommt. Dort werden wieder zwei warten. Die beiden verfolgen sie bis in die Eingangshalle, dort wird sich der Rest aufhalten. Ein Teil wird aber auch noch im Saal positioniert. Der Rest wird in den restlichen Räumen sein und mir berichten. Es klingt nach viel Aufwand, aber ihr seid nur 20 und ihr werdet uberrascht sein, wie schwierig es ist, Mackeney im Saal und in der Eingangshalle zu bewachen. Wichtig ist, dass sie euch nicht bemerkt, keinen Verdacht schöpft, ihr euch normal benehmt und nicht so tut, als ob ihr sie beschattet. Ihr seid nämlich keine Spione, sondern Spionics!

Cammie und Dele, ihr werdet mit dem Fahrstuhl in den Stock A 1 fahren, dort müsst ihr die Dreharbeiten vom Dach aus beobachten. Es sollte dort ein Fenster geben. Er deutet auf einen Fahrstuhl, den ich vorher gar nicht bemerkt habe. Er ist zwischen der Garderobe versteckt.

Gut, Cammie und Delia, geht ihr schon mal. Ihr werdet länger brauchen. Ich drehe mich um und drücke den Knopf des Fahrstuhls. Dele steht neben mir. Glaubst du, wir müssen etwas machen? wispert Dele mir zu, als wir in den Fahrstuhl steigen und die Tür hinter uns und unserer Klasse zugeht. Es schien mir, als wurde es Jahre dauern, bis wir oben ankommen. Die Fahrstuhltür geht suf und wir treten heraus. Überall stehen alte Möbel. Ein staubiger Geruch steigt mir in die Nase. Dämmriges Licht fällt durch zwei Fenster in den Raum. Denkst du, dass wir hier richtig sind? Dele zeigt auf das verstaubte A 1-Zeichen auf der Wand. Ich denke schon, aber wir sollten aufs Dach und von dort Mackeney beobachten, nicht von hier. Sie kommt wahrscheinlich eh bald. Sie geht auf eine Tür zu, die zwischen den Möbeln fast nicht zu sehen ist. Sie rüttelt an der Tür. Verflixt! schimpft Dele. Ich eil zu ihr und helfe ihr. Mit einem leichten Ruck geht sie auf. Frische Luft schlägt mir entgegen, als wir auf ein Flachdach steigen und ich hinter mir die Tür schließe. Ein heftiger Wind weht. Wahrscheinlich kommt ein Gewitter vom Meer heran. Hoffentlich sind wir vor dem Regen vom Dach runter. Dele seufzt. Ich denke schon, während ich mich umdrehe, als ich höre, wie das Schloss der Tür abgesperrt wird. Einen Moment starre ich die Tür an, als könne ich sie mit Telekinese aufbringen, was naturlich nicht funktioniert. Ich geh zur Tür und rüttle dran in der Hoffnung, dass sie nur verklemmt ist, aber sie ist abgeschlossen. Ich rüttle, aber sie geht nicht auf. Ich dreh der Tür den Rücken zu und winke Dele heran. Tür abgeschlossen, sage ich. Wir sind also hier oben gefangen? fragt sie, und ich höre die aufkommende Panik, als ich auf einen schwarzen Helikopter zeige, der schnell näher kommt und auf uns zufliegt.

Als sie das sagte, wusste ich sofort, das hier etwas schiefgelaufen ist, das hier oben kein Film gedreht wird, das uns hier oben jemand auflauert und dass wir hier oben gefangen sind. Ich weiss nicht, woher ich das wusste, ob das von meiner Ausbildung her kommt, ob das von meinem Instinkt kommt oder von meinem Verstand, aber egal, was es war, ich wusste, das das nicht gut war und das ich jetzt eine Begründung habe, wieso mein Tag eine einzige Katastrophe ist.

3. KAPITELBearbeiten

Der schwarze Hubschrauber kreiste über uns. Ich und Dele stehen Rücken an Rücken und überlegen, was wir tun können, aber mir fällt nichts ein, rein gar nichts. Das erste Mal in meinem Leben ist mein Kopf leer. Das erste Mal hoffe ich, dass das eine Verwechslung ist und das wirklich nur eine langweilige Übung ist, aber ich weiss auch, das das nicht so ist, da das viel zu viel Aufsehen erregte. Der Wind wird stärker, droht uns wegzublasen, als wir einen Moment nicht konzentriert waren.

Eine Strickleiter fällt vom Helikopter auf das Dach, und eine in schwarz maskierte Gestalt rutscht an der Strickleiter herab. Ich kann deutlich die Form einer Frau erkennen. Ein schwarz maskierter Mann steigt heraus. Die beiden Menschen fangen an, uns zu umkreisen. Ich hoffe, dass es einen Fluchtweg gibt, aber ich finde keinen. Wie auch, wenn man mit einer besten Freundin auf einem zehnstöckigen Haus ist, auf einem Flachdach, unter dir das Fernsehteam und vor dir zwei durchgeknallte Irre, die uns wahrscheinlich entführen wollen, weil sie Kidnapper sind. Leider bezweifle ich, dass wir ohne Glück eine Chance haben, denn sie sind gut, sehr gut, und wir sind irgendwelche amteurhaften Anfänger. Die beiden Gestalten kommen auf uns zu. Wir gehen auseinander. Ich wehre einen Tritt ab, während ich mich ducke und dem anderen Angreifer ein Bein stelle. Meine Augen schweifen über das Dach. Ich sehe eine Leiter, die wahrscheinlich in ein anderes Stockwerk führt. Dele, rufe ich, wähend ich aufspringe und einem Schlag ausweiche. Ich mache ein paar Schritte in Richtung der Leiter. Ich spüre, wie ich einen Schlag gegen die Seite bekomme. Ich falle aufs Dach. Einen Moment konnte ich mich nicht bewegen. Meine seite schmerzte verdächtig. Es war eine perfekte Linke. Ich steh schwankend auf und schsu mich um. Sie umringen Dele. Ich überlege einen Moment, entscheide aber, das wir zuerst einen Fluchtweg brauchen. Ich bewege mich so schnell, wie es geht, ohne dass es die Angreifer merken, zur Leiter. Drei weitere Angreifer rennen zu Dele. Sie haben mich anscheinend nicht bemerkt.

Ich schau die Leiter hinab. So wie es aussieht, führt sie zu dem darunterliegenden Stockwerk. Ich weiß von Herrn Rosmon's Erzählung, dass dort unten niemand ist. Aber vielleicht hört uns jemand, wenn wir Glück haben. Ich höre Dele vor Schmerz schreien, schau aber nochmals zum Eingang, zur Sicherheit. Dele! rufe ich und sehe, wie sich die Angreifer umdrehen. Dele flitzt heraus, ihr Arm hängt in einem komischen Winkel hinunter, ist doppelt so dick und mit Blut bedeckt. Die angreifer sammeln sich erneut. Die Frau, die als erste aus dem Helikopter kletterte, zeigt auf uns. Schnappt sie! zischt sie, wähend ich mich an den Abstieg mache, so schnell ich kann.

Die untere Wohnung ist eine Waschküche. Eine Waschmaschine steht in einer Ecke und Wäschekörbe stehen herum. Der ganze Raum ist mit weißen Kacheln bedeckt. In einer Wand ist ein viereckiges Loch. In der Luft riecht es nach frischer Wäsche. Gerade erst muss wohl jemand hier gewesen sein. Dele klettert in den Raum. Ich höre, wie unsere Angreifer die Leiter runterklettern. Ich schnapp mir Dele und zieh sie zum Loch. Ich höre, wie die Ersten im Zimmer sind. Ohne lang zu überlegen, wo das Loch hinführt und ob es ein besserer Ort war als dieser hier, schupste ich Dele hinein und sprang hinterher. Ich spürte, wie etwas Scharfes an meiner Schulter vorbeizischte. Ein gebrülltes Nein! echote im Schacht herum. Ich hörte, wie etwas an den Rand des Schachtes fiel. Ich landete in einem Berg aus Laken und drehte mich um. Wir waren in Sicherheit, auf einem Boden. Es hätte sein können, dass keiner kam. Ich sehe Dele neben mir bewusstlos liegen. Ich merke wieder, wie meine Seite anfängt zu schmerzen und meine Schulter brennt. Ich schließe die Augen und höre, wie an der Tür gepoltert wird. Geheimdienst der RMD! Aufmachen! Die Welt fängt sich an zu drehen, als mir irgendjemand ins Gesicht schaut, dann senkt sich langsam Dunkelheit über meinen Blick.

4. KAPITEL Wenn du nach einem Angriff im Bett in deinem Zimmer liegst und du von deiner besten Freundin schon einmal wach gehalten wirst, nur damit sie dir erzählt, dass ihre Schwester mal mit einem Baum gesprochen hat, weißt du wahrscheinlich, dass ich gar nicht begeistert bin. Ich stell mir vor, wie Leute in langen weißen Gewändern, mit Sandalen um einen Baum tanzen, das sie blonde Haare haben und das sie sich dabei an den Händen halten. Dele sagt zwar, dass ihre Schwester nicht so aussehe und sie das noch nie gemacht hat, aber so sicher bin ich trotzdem nicht. Und, hast du das auch mal gemacht? Dele tänzelt vor mir umher, als würde draußen gleich die Armee einmarschieren (was sie hoffentlich nicht tut). Nein, habe ich nicht, entgegne ich. Sie klatscht in die Hände und schnappt sich ihre Tasche. Muss los. Treffen wir uns nach dem Mittag im CR? Wieso, muss das sein? Ich will nicht heute schon umherwandern. Wieso denn? Die RMD wird schon nicht hereinkommen, sonst müssten sie über einen Energy-Sensor, 100 Überwachungskameras, Waffenaufspürer und im Notfall werden sie von einem 100 Meter langen und 6 Meter breiten Loch verschlungen und dort unten gefangengehalten. Wie sollen sie also dort durchkommen? Keine Ahnung. Sie würden es wahrscheinlich gar nicht schaffen. Trozzdem, es ist nicht verständnisvoll, wenn du sagst, dass ich einfach in den CR kommen soll! Dann halt nicht. Du findest mich jedenfalls dort. Sie schlüpft zur Tür hinaus. Ich lasse mich in mein Bett sinken. Meine Gedanken schweifen zu dem letzten Tag zurück. Die fünf Typen, die uns angegriffen haben, ich hab die noch nie gesehen. Ich hab auch keine Ahnung, wer sie sind, geschweige, woher sie kommen, doch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gehören sie irgendeiner Nation an, denn diese Welt besteht aus Nationen, nicht Ländern. Diese Welt,in der ich lebe, ist anders, sehr anders.

Aber es gibt nur Menschen, keine Elfen und sonstiges Märchengeschwader wie aus Bilderbüchern und Fantasyfilmen, nur Menschen. Menschen, die in verschiedenen Nationen leben. Eine Nation ist eine Art riesige, überdimensionale Gemeinschaft. Jede Gemeinschaft hat eine andere Ausbildung, ein eigenes Gebiet, wie eine Art Land, nur dass die Ausbildung aus etwas Bestimmtem besteht. In meiner Ausbildung ist es das Ziel, entweder Datensammler (Leute, die mit verschiedenen Techniken Daten herausbekommen) zu werden oder man geht in das Gebiet der Forschung und Wissenschaft (ein Gebiet, in dem man Fähigkeiten und Vorkommnisse erforscht und auswertet, auch das von Daten und Entdeckungen und das Schmieden von Plänen) oder im Gebiet Verteidigung und Angriff (V+A, Karate und weitere Kampfsportarten werden erlernt für Verteidigung und Angriff). Im moment will ich zu den Datensammlern, aber sicher bin ich mir noch nicht. Hab ja auch noch lange Zeit, wenn ich erst in der ersten Klasse bin.

Aber jezzt mal wieder zu mir und Schluss mit Politik und so. Ich setze mich auf und schließe die Augen. Es ist mir immer noch leicht schwummrig. Ich war nur eineinhalb Tage ohne Bewusstsein. Das wäre ja eigentlich nur halb so schlimm, wenn in diesen eineinhalb Tagen nicht Herr solomon Mackeney befragt hätte und die gesagt hätte, dass ich das alles extra gemacht habe. Er denkt jetzt sicher, dass ich unloyal bin (außer er hat meine Mutter gefragt, dann könnte es anders sein). Ich schau auf die Atom-Uhr. Entsetzt springe ich auf. Ich hab vergessen, dass ich Schule habe! Vergessen! Ich packe meine Tasche und hänge sie mir über die Schulter, während ich die Tür aufreiße, sie hinter mir ins Schloss fallen lasse und den leeren Gang entlanghaste. Ich höre das erste Mal heute, wie der Regen gegen die Doppelglasfaserfenster schlägt und die Feuchtigkeit scheint die starken, schweren, dicken Steinmauern unserer Schule zu durchdringen. Auf eine Art passt die Stimmung zu mir, aber auf eine andere Art auch wieder nicht. Die Luft ist kühl und nur meine Schritte durchdringen die Stille. Die Schüler auf dieser Etage sind schon im Schulzimmer, das heißt aber nicht, dass es bei uns auch so ist. Immerhin muss ich in die zweite Etage, unterirdisch, dort fangen und hören die Unterrichtsstunden 5 minuten später und früher auf, das gleiche nochmals bei der dritten Etage, unterirdisch. Ich sause die Treppe hinab und mach einen scharfen Bogen. Ich schnaufe heftig, als ich endlich vor dem Bild stehe. Das Bild zeigt unsere Schule und ist aus altem Holz geschnitzt.

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